Inflationsrate in Bayern bei 2,2 Prozent

Heizöl deutlich billiger als im Vormonat - Preise für Nahrungsmittel steigen weiter

Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres sind die Verbraucherpreise in Bayern im Durchschnitt um 2,2 Prozent gestiegen; im November hatte die Inflationsrate bei 2,1 Prozent gelegen. Wie schon in den Vormonaten weisen Nahrungsmittel (+ 4,5 Prozent) eine überdurchschnittlich Steigerungsrate auf. Dabei sind die Preise für Obst (+ 9,8 Prozent) und Gemüse (+ 11,3 Prozent) gegenüber dem Vorjahr besonders stark gestie-gen. Aber auch Fleisch und Fleischwaren (+ 5,9 Prozent) sowie Fische und Fischwaren (+ 6,5 Prozent) waren spürbar teurer als im Vorjahr. Deutlich abgeschwächt hat sich indessen der Preisauftrieb bei Heizöl (+ 1,3 Prozent). Kraftstoffe verteuerten sich ge-genüber dem Dezember des Vorjahres um 3,6 Prozent. - Wie das Bayerische Landes-amt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, sind die Verbraucherpreise im Durchschnitt gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent gestiegen. Maßgeblich hierzu beigetragen haben die saisonal bedingten Preissteigerungen bei Pauschalreisen (+ 22,8 Prozent) und Beherbergungsdienstleistungen (+ 21,9 Prozent). Deutlich günsti-ger als im Vormonat war indessen Heizöl (- 6,5 Prozent); auch Kraftstoffe (- 1,6 Prozent) waren billiger als im Vormonat.
Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung lag die Inflationsrate, das ist die Veränderung des Verbraucherpreisindex für Bayern gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat in Prozent, im Dezember 2012 bei + 2,2 Prozent; im voran-gegangenen November hatte sie + 2,1 Prozent betragen.
Die Preise für Nahrungsmittel haben sich gegenüber dem Dezember des Vorjahres um 4,5 Prozent erhöht. Dies ist die höchste Steigerungsrate seit Oktober 2008 (+ 4,8 Prozent). Von den Nahrungsmitteln haben sich insbesondere Gemüse (+ 11,3 Prozent) und Obst (+ 9,8 Prozent) spürbar verteuert. Überdurchschnittlich stark gestiegen sind aber auch die Preise für Fleisch und Fleischwaren (+ 5,9 Prozent) sowie für Fische und Fischwaren (+ 6,5 Prozent). Preisrückgänge waren hingegen bei Molkereiprodukten und Eiern (- 1,1 Prozent) sowie bei Speisefetten und -ölen (- 3,4 Prozent) zu beobachten. Von den Speisefetten und -ölen ha-ben sich insbesondere Butter (- 5,7 Prozent) und Margarine (- 4,1 Prozent) gegenüber dem Vorjahr deutlich verbilligt.
Im Energiesektor haben sich die Preise für Heizöl gegenüber dem Dezember des Vorjahres um 1,3 Prozent erhöht. Kraftstoffe waren im Durchschnitt 3,6 Prozent teurer als im Vorjahr. Bei Gas war binnen Jahresfrist ein Preisanstieg von 2,5 Prozent zu verzeichnen; Strom ver-teuerte sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls um 2,5 Prozent.
Weiterhin entspannt verläuft die Preisentwicklung bei den Wohnungsmieten (ohne Neben-kosten). Gegenüber dem Dezember des Vorjahres erhöhten sie sich um 1,0 Prozent. Deut-lich niedriger als im Vorjahr waren im Dezember auch weiterhin die Preise vieler hochwerti-ger technischer Produkte. So konnten die Verbraucher u. a. Personalcomputer (- 16,8 Pro-zent), DVD- oder Blu-ray-Player (- 12,0 Prozent), digitale Camcorder (- 7,3 Prozent) und Notebooks (- 5,3 Prozent) deutlich günstiger beziehen als im Vorjahr.
Im Vergleich zum Vormonat sind die Verbraucherpreise im Gesamtdurchschnitt um 0,9 Pro-zent gestiegen. Hierzu haben maßgeblich die saisonal bedingten Preissteigerungen bei Pau-schalreisen (+ 22,8 Prozent) und Beherbergungsdienstleistungen (+ 21,9 Prozent) beigetra-gen. Überdurchschnittliche Preissteigerungen waren auch bei Obst (+ 3,2 Prozent) und Ge-müse (+ 3,2 Prozent) zu beobachten. Billiger als im Vormonat waren indessen Heizöl (- 6,5 Prozent) und Kraftstoffe (- 1,6 Prozent).
Ausführliche Ergebnisse enthalten die in Kürze erscheinenden Statistischen Berichte "Verbraucherpreisindex für Bayern, Dezember 2012 mit Jahreswerten von 2008 bis 2012 sowie tief gegliederten Ergebnissen nach Gruppen und Untergruppen“ (Bestellnummer: M12013, Preis der Druckausgabe: 5,70 Euro) und "Verbraucherpreisindex für Bayern mit monatlichen Indexwerten von Januar 2006 bis Dezember 2012 sowie Untergliederung nach Haupt- und Sondergruppen" (Bestellnummer: M13013, Preis der Druckausgabe: 6,70 Euro). Die Berichte können im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457) oder Post bestellt werden.
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