In Mainfrankens Städten brummt der Laden

Die Mainfranken verfügen 2016 über eine allgemeine Kaufkraft von mehr als 20 Milliarden Euro.
Die Mainfranken verfügen 2016 über eine allgemeine Kaufkraft von mehr als 20 Milliarden Euro. Vom verfügbaren Nettoeinkommen werden sie voraussichtlich mehr als sechs Milliarden Euro für Produkte im Einzelhandel ausgeben. Rechnerisch entfallen dabei auf jeden Einwohner 6.421 Euro pro Jahr. Das sind Ergebnisse der Studie „Kaufkraft, Umsatz und Zentralität – Kennzahlen für den Einzelhandel in Mainfranken 2016“ der IHK Würzburg-Schweinfurt auf Basis von Berechnungen der Michael Bauer Research GmbH.“

„Es gibt große Unterschiede beim einzelhandelsrelevanten Konsumpotenzial zwischen den Gebietskörperschaften und innerhalb der einzelnen Landkreise.“, sagt Matthias Pusch, IHK-Referent für Regionalentwicklung. „Das meiste Geld steht den Einwohnern von Markt Einersheim mit 8.393 Euro pro Person zur Verfügung. Auf dem zweiten Platz folgt Ochsenfurt mit 7.550 Euro pro Einwohner“, so Pusch.

Insgesamt liegen mehr als ein Fünftel der Gemeinden im IHK-Bezirk über dem Bundesdurchschnitt (6.485 Euro pro Einwohner). Die regionalen Unterschiede sind unter anderem der demografischen Situation und Sozialstruktur der Bevölkerung, der Erwerbsbeteiligung, dem Lohnniveau und der damit verbundenen Vermögensbeteiligung sowie weiteren Einflussfaktoren, beispielsweise Mietpreise, geschuldet.

Kunden strömen in die Städte
Die Michael Bauer Research GmbH geht für das Jahr 2016 von einem mainfränkischen Einzelhandelsumsatz von 5,27 Milliarden Euro aus. Die meisten Umsätze werden für die Stadt Würzburg mit mehr als 1,35 Milliarden Euro erwartet. Die Stadt Schweinfurt kann mit rund der Hälfte rechnen. Auf dem dritten Platz folgt Kitzingen mit etwa 208 Millionen Euro.

Als Indikator für die Attraktivität eines Standortes als Einkaufsort kann die Zentralitätskennziffer dienen, erklärt Pusch. „Gemeinden mit hoher Einkaufsattraktivität weisen Zentralitätskennziffern über 100 aus, da sie mehr einzelhandelsrelevante Kaufkraft anderer Gebiete an sich binden, als sie eigene Kaufkraft an andere Regionen abgeben.“ Regionaler Spitzenreiter ist die Stadt Haßfurt mit einem Indexwert von 248,7 Punkten, gefolgt von Bad Neustadt an der Saale mit einem Index von 227,8 Punkten.

Die Gründe hierfür liegen zum einen an der Versorgungsfunktion für das Umland und zum anderen am großflächigen Einzelhandel im Stadtgebiet. Dieser generiert eine Sog- und Magnetwirkung, die für einen entsprechend hohen Umsatz und folglich für einen hohen Einzelhandelszentralitätswert sorgt.
Die Studie steht als Download auf der Internetseite der IHK zur Verfügung: www.wuerzburg.ihk.de/standortpolitik/publikationen
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.