Hoffen auf die Halle

Eine topmoderne Veranstaltungshalle mitten in der Stadt, auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs: So etwas stand auf dem Würzburger Wunschzettel jahrzehntelang ganz weit oben.

Profi-Sport, internationale Kongresse, Konzerte und TV-Shows

Seit zwei Jahrzehnten wünscht sich Würzburg eine neue Veranstaltungshalle, um auch wieder Künstler von Rang und große Fernsehshows in die Region zu locken. Mehrere Projekte sind gescheitert, zuletzt in Zusammenhang mit dem durch einen Bürgerentschied abgelehnten Arcaden-Projekt am Hauptbahnhof. Jetzt könnte der Wunsch endlich in Erfüllung gehen: Projektentwickler Gerold Bader (Novum, Ringpark-Center I und II) hat ein 21.000 Quadratmeter großes Grundstück hinter dem Hotelturm in der Schweinfurter Straße gekauft und will dort mit Partnern aus der Region eine multifunktionale Arena errichten.
Wichtig wäre die Halle, die bei Ballsportarten bis zu 6.000 Zuschauer fassen soll, nicht nur für die Stadt, sondern auch für Basketball-Bundesligist s.Oliver Baskets, der an dem Projekt beteiligt ist. „Wir versuchen neben unserer sportlichen Entwicklung seit 2007 ein Hallenprojekt voranzubringen“, sagt Baskets-Geschäftsführer Jochen Bähr. Gerold Bader ist sein Anfang des Jahres Gesellschafter bei den Baskets: „Jetzt wollen wir gemeinsam die Kontakte zu unseren großen Sponsoren nutzen, um das Projekt umzusetzen“, so Bähr. Die s.Oliver Baskets wollen sich auch an der künftigen Betreibergesellschaft beteiligen.

„Würzburg der beste Standort“
Einen konkreten Entwurf gibt es noch nicht, die Kosten für den Bau der Halle werden aktuell auf 25 bis 30 Millionen Euro geschätzt. Investor Bader ist davon überzeugt, dass es für eine solche Halle „in ganz Deutschland keinen besseren Standort als Würzburg gibt“. Zentral gelegen, mit einer optimalen überregionalen Verkehrsanbindung durch Straße und Schiene, eine Universität und viele touristische Höhepunkte: Die Stadt hat viel zu bieten, nur eine passende Veranstaltungshalle fehlt noch.
Auch den gewählten Standort hält Bader für ideal: Weniger als zehn Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt, eine Straßenbahn-Haltestelle in unmittelbarer Nachbarschaft, und bereits jetzt sind gut 1.200 Stellplätze in verschiedenen Parkhäusern nahe der Halle vorhanden oder geplant. Ideal nicht nur für Profi-Sport, sondern auch für internationale Kongresse, große Aktionärsversammlungen, Konzerte und TV-Shows: „Stadt und Region werden davon profitieren“, ist sich Bader sicher.
In den kommenden Wochen wollen die Partner ein Konzept erarbeiten, die Finanzierung sicherstellen und dann in die Planung einsteigen und möglichst bis zum Frühjahr 2014 von der Stadt Baurecht bekommen. Als Bauzeit rechnet Gerold Bader mit rund 18 Monaten.
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