Hier wird beherzt angepackt: Neue Rampe am Gemeindehaus der Erlöserkirche

Paul Hetterich, tatkräftig unterstützt von Pfarrer Georg Salzbrenner und vielen freiwilligen Helfern der Erlösergemeinde, pflastert den Untergrund für die neue Rampe.
Würzburg: Erlöserkirche |

Derzeit wird viel über Barrierefreiheit gesprochen – und manche Menschen reden nicht nur, sondern packen an: Mit sehr viel Freude konnte Anette Romeis zusammen mit Pfarrer Georg Salzbrenner das Projekt „Barrierefreier Zugang zum Gemeindehaus der Erlöserkirche“ ins Leben rufen, es organisieren und erfolgreich abschließen.

Bereits im Mai wurde eine Stufe im Eingangsbereich, die für sehbehinderte Menschen sehr schlecht zu erkennen war, mit einem weißen Markierungsstreifen versehen. Diese Arbeit führte Alexander Bengel vom Würzburger Malerbetrieb O. Seus kostenlos aus. Sein Kommentar: „Das ist mein Betrag zur Ökumene.“

Der nächste Schritt war die Planung einer Rampe. Auch Rollstuhlfahre, Rollatorbesitzer und Eltern mit Kinderwagen sollten den Absatz in Zukunft problemlos überwinden können. Nach intensiver Recherche im Internet und Hinzuziehung eines Architekten wurde klar, dass wegen der erforderlichen Breite der Rampe erst ein Rasenstreifen vor dem Gemeindehaus neu gepflastert werden musste.

Bei der Verabschiedung Pfarrer Salzbrenners am 6. Juli (er übernimmt im September die Pfarrstelle in Zeilitzheim) konnte eine Frau im Rollstuhl nur mit Hilfe zweier Männer die Stufe zum Gemeindehaus überwinden. Während des Gottesdienstes war es für Salzbrenner daher eine große Freude, von der geplanten Rampe berichten zu können.

Paul Hetterich, Gemeindemitglied der Hoffnungskirche in Versbach und ebenfalls bei der Verabschiedung anwesend, stellte sich spontan mit seinen Erfahrungen als Maurer zur Verfügung.

„Der Mercedes unter den Rampen“
Nachdem alle weiteren Schritte und auch die anfallenden Kosten von immerhin 1.800 Euro mit dem Kirchenvorstand und der Gesamtkirchenverwaltung (sie übernimmt 50 Prozent der Kosten) abgesprochen waren, konnten an einem Wochenende die nötigen Pflasterarbeiten vorgenommen werden. Tatkräftig unterstützt wurde Paul Hetterich von Pfarrer Salzbrenner und vielen anderen freiwilligen Helfern der Erlösergemeinde.

Die Arbeitsmaschinen für diesen Einsatz wurden von der Forstverwaltung Ch. von Seydlitz-Wolfskeel kostenlos zur Verfügung gestellt. So konnte schon ein paar Tage später auf den fertigen Untergrund die Rampe (laut Pfarrer Salzbrenner der „Mercedes unter den Rampen“) montiert werden.

Da die Erlöserkirche wegen Wasserschäden bereits seit Jahren gesperrt ist und das Geld für die Sanierung noch nicht aufgebracht werden konnte, findet der Gottesdienst jeden Sonntag im Gemeindehaus statt. „Jetzt ist der Zugang endlich auch für Menschen mit einer Behinderung problemlos möglich“, so Anette Romeis. „Nur durch das gemeinsame Engagement vielen Menschen konnte dieses Projekt durchgeführt und die Kosten so gering gehalten werden. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, auch im Namen Pfarrer Salzbrenners, sehr herzlich!“
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