Herzinsuffizienz: Am 12. Juni ist Richtfest für Forschungsgebäude am Schwarzenberg

Zwischen Berufsfachschule für Krankenpflege und Schwestern-Wohnheimen am Schwarzenberg hochgezogen: Ein Zentrum für die Erforschung der Herzinsuffizienz. Das Richtfest soll am 12. Juni gefeiert werden.
Würzburg „Das Deutsche Zentrum für Herzinsuffizienz“ (DZHI) Würzburg führt in acht interdisziplinären Projektbereichen klinische und grundlagenorientierte Studien durch. Die Forschungsprojekte zielen auf ein erweitertes Verständnis und neue Ansätze für Therapie und Prävention der Herzinsuffizienz ab.“ Das Würzburger Zentrum bekommt dafür derzeit am Schwarzenberg ein siebengeschossiges Forschungsgebäude gebaut. Die Kosten von 45 Millionen Euro werden vom Freistaat und dem Bund gemeinsam getragen. Das Richtfest findet, so Pressesprecherin Sabine Kluge, am 12. Juni statt, die Inbetriebnahme ist für Ende 2016 geplant.

Aktuell sollen in Deutschland rund zwei bis drei Millionen Patienten mit Herzinsuffizienz leben. Etwa jeder zehnte Mensch über 70 Jahren sei betroffen. Die Krankheitsursachen seien vielfältig und die „damit verbundenen Komplikationen betreffen den gesamten Organismus“: beispielsweise Schlaganfall, Niereninsuffizienz oder plötzliche Herztod seien mögliche Folgen. „Sie machen die Herzinsuffizienz zu einer ‚Systemerkrankung‘.“ Es sei von entscheidender medizinischer aber auch sozioökonomischer Bedeutung, wenn es gelänge, effiziente Strategien zur Prävention der Herzinsuffizienz und ihrer Komplikationen zu entwickeln.

Deshalb sollen in dem neuen Forschungsgebäude ab Winter 2016 alle Arbeitsgruppen an der Universität und dem Klinikum, die an der Erforschung der Herzinsuffizienz beteiligen sind, untergebracht werden. Auf etwa 5.500 Quadratmetern werden Räume für rund 230 Mitarbeiter für Forschung und Lehre, Bildgebung, Untersuchungs- und Behandlungsbereiche sowie Büros zur Verfügung stehen. „Diesen interdisziplinären Austausch bei der Erforschung der Herzschwäche zu fördern, ist ein Hauptziel und Alleinstellungsmerkmal unseres Zentrums“, sagte Anfang 2014, beim 1. Spatenstich für den Neubau, Prof. Dr. Georg Ertl, der Sprecher des Zentrums
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Schon seit der Gründung als „Integriertes Forschungs- und Behandlungszentrum“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung im November 2010 wird das Projekt mit rund 25 Millionen Euro für fünf Jahre gefördert. Ein internationales Gutachtergremium beurteilte im Januar die bisherige Arbeit des DZHI als „exzellente Leistung in Forschung und Patientenversorgung, aber vor allem auch als Zukunftskonzept für das Zentrum“: Es wird für weitere fünf Jahre gefördert. In diesem Zusammenhang sagte der Ärztliche Direktor des Klinikums, Prof. Dr. Christoph Reiners, die Ergebnisse der interdisziplinären Studien zur Verbesserung der Patientenversorgung wirkten sich schon jetzt aus.

Bundesweit modellhaft ist die interdisziplinäre Herzinsuffizienz-Ambulanz des DZHI. Sie steht allen Patienten im größeren Umkreis offen. Zudem fungiert sie als Informationsstelle für die Kliniken und Ärzte der Region in Fragen der Herzinsuffizienz-Therapie. Die zentrale Telefonnummer des DZHI Würzburg und der Ambulanz: 0931 201 46333. -ser
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