Gunnar Leuner zur Wahlbeteiligung: „Die Briefwahl ist Wachrüttler etwas zu tun"

Gunnar Leuner
„Man sieht, dass sich was bewegt“, beschreibt Gunnar Leuner die Erfolgserlebnisse seiner ehrenamtlichen Arbeit im Würzburger Stadtteil Grombühl. Seit 2010 engagiert sich der 46-jährige Gymnasiallehrer im Pfarrgemeinderat der Einzelpfarrei Sankt Josef der Bräutigam. „Die Kindergottesdienste werden genauso gut angenommen wie das Elterncafé und die Andacht vor der Krippe in der Adventszeit“, erzählt Leuner. Rund 700.000 Katholiken sind am 16. Februar in den 164 Pfarreiengemeinschaften und 14 Einzelpfarreien der Diözese aufgerufen, zu wählen. Das bayernweite Motto: „Meine Stimme. Für Gott und die Welt“.
Tafelladen, Familienkreis, Krabbelgruppe, Ökumenische Nachbarschaftshilfe, Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und noch einiges mehr – in Grombühl engagieren sich mehr als 100 Ehrenamtliche in den verschiedenen Bereichen. Nur der Austausch zwischen den einzelnen Gruppen bleibe spärlich. „Die, die was tun, kennen sich meist nicht untereinander“, erzählt Leuner. Um den Kontakt der Ehrenamtlichen untereinander zu fördern, rief der Pfarrgemeinderat vor einigen Jahren ein „Helferfest“ ins Leben. Beim Fest im Juli 2013 kamen viele engagierte Frauen und Männer im Pfarrzentrum zusammen – Lektoren ebenso wie ehrenamtliche Putzkräfte. Leuner sieht in dem gemeinsamen Abend samt Buffet einen Dank für den Einsatz der Ehrenamtlichen. Er möchte die Vernetzung der einzelnen Gruppen noch weiter vorantreiben.
Da die Gemeinde in Grombühl nicht zu einer Pfarreiengemeinschaft gehört, sondern eine von 14 Einzelpfarreien in der Diözese Würzburg darstellt, kann sich der Pfarrer intensiver auf eine Gemeinde und ihre Mitglieder konzentrieren. Im Pfarrgemeinderat arbeiteten Haupt- und Ehrenamtliche auf Augenhöhe zusammen, sagt Leuner. Pfarrer Josef Treutlein sei im Rat sowohl Impulsgeber als auch aufmerksamer Zuhörer.
Etwa 3200 Katholiken wohnen in Grombühl. „Wir haben viele Katholiken, aber wenige Kirchgänger“, bedauert Leuner. Bei der diesjährigen Wahl will der Pfarrgemeinderat mehr Leute motivieren, ihre Stimme abzugeben. Erstmals nutzt die Gemeinde daher die Allgemeine Briefwahl. „Das soll ein Wachrüttler sein, etwas zu tun. Wir erhoffen uns so eine höhere Wahlbeteiligung als beim letzten Mal“, erklärt der 46-Jährige.
Rund 700.000 Katholiken sind am Sonntag, 16. Februar, in den 164 Pfarreiengemeinschaften und 14 Einzelpfarreien der Diözese Würzburg aufgerufen, die neuen Pfarrgemeinderäte zu wählen. Die Wahl steht bayernweit unter dem Motto „Meine Stimme. Für Gott und die Welt“. POW/red
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