Geheimversteck voller Diebesgut

Im Internet bestellen, aber nicht bezahlen: Vier Betrüger aus dem Landkreis haben mit dieser Masche Waren für 6.000 Euro erbeutet. Das Bild zeigt einen Teil des Diebesguts. Foto Polizei

Würzburger Polizei überführt Betrügerbande

Bereits seit November 2011 ermittelte die Polizeiinspektion Würzburg-Land gegen zwei Männer und zwei Frauen im Alter von 32 bis 72 Jahren aus dem Landkreis Würzburg. Das Quartett steht im dringenden Verdacht, Waren im Gesamtwert von 6.000 Euro ergaunert zu haben.
Die vier hatten über das Internet bei verschiedenen Firmen umfangreich Waren bestellt. Für die Bestellung nutzten sie unberechtigt und ohne deren Wissen die Daten einer ihnen bekannten 42-jährigen Frau. Diese erhielt jedoch niemals die Warenlieferungen, die von den Beschuldigten vorher abgefangen wurden. Nachdem die Waren nicht bezahlt wurden, erhielt die 42-Jährige allerdings die Mahnungen, worauf sie Anzeige bei der Polizei erstattete.
Bei den langwierigen Ermittlungen ergab sich nach und nach ein Tatverdacht gegen die vier Beschuldigten. Bei ersten Durchsuchungen vor einem Jahr konnte das Diebesgut aber nicht gefunden werden. Zum Verbleib ihrer Beute schwiegen sich die Tatverdächtigen aus. Nach weiteren Ermittlungen ergaben sich Hinweise, dass sich die Waren im Anwesen eines Beschuldigten befinden müssten.
Das Amtsgericht Würzburg erließ daraufhin auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen erneuten Durchsuchungsbeschluss. Bei der genaueren Überprüfung des Einfamilienhaus im Landkreis fand sich im Keller ein gut getarntes Versteck. Die Beschuldigten hatten dort einen 60 Zentimeter breiten Raum mit einer Rigipswand abgetrennt. Mit dieser Entdeckung konfrontiert, riss der Beschuldigte einen Teil der Wand ein. Hier fand sich dann der größte Teil der Beute wieder und wurde von der Polizei sichergestellt. Zum Abtransport war ein VW-Bus notwendig.
Bei den Waren handelt es sich um Bekleidung, Schuhe, Spielzeug, Werkzeug, Elektrogeräte, Nahrungsmittel und Körperpflegeartikel. Weitere Bestellungen der Beschuldigten im gleichen Wert wurden von den betrogenen Firmen wegen der ausstehenden Rechnungen nicht mehr ausgeführt.
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