Fast ein Heimspiel für unseren Landkreis

Drei Kandidatinnen und eine Krone: Am 12. März wird in Schweinfurt die neue Fränkische Weinkönigin gewählt. Bild Fränkischer Weinbauverband
 
Marion Wunderlich aus Tauberrettersheim

Wer wird die nächste Fränkische Weinkönigin?

Man stelle sich vor, es ist Wahl – und auf dem Stimmzettel steht ein einziger Kandidat. In Diktaturen und Schurkenstaaten ist dies allemal üblich; wenn es aber den Fränkischen Weinbauverband betrifft, ist man schon überrascht: Bei der Wahl zur Weinkönigin 2012 trat mit Melanie Dietrich aus Fahr am Main nur eine junge Dame an. Wenig überraschend: Sie gewann. Allerdings fiel die Galavorstellung, die der Befragung der Kandidatinnen durch eine Jury den würdigen Rahmen verleihen sollte, mangels Spannung aus.

400 Termine rund um die Welt
Kampflos zur Weinkönigin: Das hatte es 16 Jahre lang nicht gegeben. Die fränkischen Winzer waren schockiert. Mögliche Erklärung: Das Amt der Weinkönigin ist durchaus anspruchsvoll – frei eine Rede in einer vollbesetzten Halle halten oder souverän mit Politikern und Wirtschaftsbossen plaudern ist nicht jederfraus Sache. Außerdem muss die Amtsinhaberin gut 400 Termine in Franken und weit darüber hinaus wahrnehmen und sogar bis nach China reisen – fürs Studium, Freunde und Hobbys bleibt da nicht allzu viel Zeit. Obendrein ist die Weinkönigin ehrenamtlich unterwegs – ein Honorar fürs Hofhalten ist nicht vorgesehen.
Schließlich neigte sich die Amtszeit Melanie Dietrichs ihrem Ende entgegen. Eine Nachfolgerin wurde gesucht – und je näher der Bewerbungsschluss am 14. Januar kam, desto brennender wurde die Frage: Wie viele Kandidatinnen gibt es im Jahr 2013?

Zwei aus dem Landkreis Würzburg
Am Ende das kollektive Aufatmen: Immerhin drei Kandidatinnen kämpfen bei der Wahl am 12. März in Schweinfurt auf der Maininsel um die Ehre, die 58. Fränkische Weinkönigin sein zu dürfen. Und: Zwei der drei Damen kommen aus dem Landkreis Würzburg! Die Region scheint also besonders gesegnet zu sein, wenn es ums Traditionsbewusstsein der Winzer (und um hübsche junge Damen) geht.
Mona Fröhling (20) aus Eibelstadt studiert Wirtschaftswissenschaften an der Uni Würzburg. Die Eibelstädter Weinprinzessin ist aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr und tanzt in der Faschingsgarde. „Als Weinkönigin würde ich gerne viele Menschen vom Frankenwein begeistern“, sagt sie.
Marion Wunderlich (22) ist Vermessungstechnikerin. Die Tauberrettersheimer Weinprinzessin engagiert sich in ihrer Freizeit für die Jugendarbeit und den Pfarrgemeinderat und ist wie ihre Kollegin aus Eibelstadt bei der Feuerwehr aktiv.
Die Dritte im Bunde stammt zwar nicht aus dem Landkreis, hat aber winzertechnisch einiges zu bieten: Julia Dürr (20) aus Bullenheim (Mittelfranken) ist Winzerin aus Leidenschaft und hat vor kurzem bei der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim ihren Abschluss gemacht – und zwar als Klassenbeste.

Welches Lächeln ist das schönste?
Unsere Leser sind gefragt: Sicherlich ist jede der drei Kandidatinnen eine attraktive junge Dame – doch welches Lächeln gefällt ihnen am besten? Schreiben Sie uns: primaSonntag, Sterngasse 3, 97070 Würzburg oder per E-Mail an redaktion@primaso.de
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