Fantasy für Erwachsene

 
Ursula Dittmer

„Keine Zeit für Drachen“ von der Würzburgerin Ursula Dittmer

Würzburg (CrB) - Das Schreiben von Geschichten und Gedichten begleitet die Würzburger Sozialpädagogin Ursula Dittmer seit ihrer Kindheit. Das im Februar erschienene Buch „Keine Zeit für Drachen“ ist ihre erste Romanveröffentlichung für Erwachsene. In dem Roman geht es um den Würzburger Biologiestudenten Alexander, der lieber Musiker geworden wäre und gerne alleine ist, statt sich mit vielen Menschen zu umgeben. Als ihm ein geheimnisvolles Buch in die Hände fällt, gerät er in eine andere, fantastische Welt und in ein Abenteuer das ihn grundlegend verändert. Ihm wird die Rolle des Geweissagten zugeteilt, der dabei helfen soll, die sieben Traumbücher zu finden, um das Gleichgewicht zwischen den Welten wieder herzustellen.
„Keine Zeit für Drachen“ ist ein Roman für Fantasyliebhaber, die gerne in eine andere Welt abtauchen und sich von den spannenden Abenteuern des Romanhelden mitreisen lassen. Das Cover hat Markus Westendorf gestaltet.


primS: Wie lange haben Sie an „Keine Zeit für Drachen“ gearbeitet? Immerhin haben Sie ja auch eine eigene Sprache entwickelt.
Ursula Dittmer: Alles in allem gibt es fast 1000 A4-seiten, die in etwa 15 Jahren entstanden sind. In dieser Zeit habe ich etwa 12 Jahre lang intensiv geschrieben. In den letzten zwei Jahren habe ich nicht mehr daran gearbeitet, der Zyklus war in sich abgeschlossen. Was die Sprache angeht: Eigentlich gibt es sogar zwei Sprachen: die Drachensprache und die der Menschen, die Fasanthiola bevölkern. Sehr viele Gedanken habe ich mir auch um die Gesellschaftsform "meiner Welt" gemacht.

primS: Was hat Sie zu diesem Roman inspiriert?
UD: Ich habe schon immer gerne frei erzählt und Märchen und Geschichten spontan erfunden. Immer wieder wurde ich aufgefordert, doch aufzuschreiben, was ich da so zusammen fantasiere. Aber ich habe lieber erzählt. Doch irgendwann, ja, eigentlich als ich meine Abneigung gegen Computer abgelegt hatte, hat mir das Schreiben genauso viel Freude gemacht.
Und ich bin eine begeisterte Leserin. Vor allem Fantasy-Zyklen haben es mir angetan. Während die Märchen und Sagen nach maximal 50 Seiten zuende sind, dauern Fantasy-Zyklen Tausende von Seiten. und immer noch schreit der Fantasy-Fan nach "mehr". Deshalb war klar, dass ich erst veröffentlichen werde, wenn ich diesen Ansprüchen nach mehr gerecht werden kann.
"Keine Zeit für Drachen" heißt mein Fantasy-Roman. Drachen spielen eine zentrale Rolle in meinem Buch. Sie haben mich von jeher fasziniert. Nicht der böse, alles verschlingende Drache unserer europäischen Mythologie, sondern eher der asiatische Drache, der ein Sinnbild des Alters und der Weisheit ist. Meine Drachen sind eine hochintelligente Spezies, die im Hintergrund die Fäden ziehen, auch wenn die Menschen meinen, sie hätten alles in der Hand.
Und noch etwas hat mich gereizt: Fantasy mit dem normalen Alltagsleben unserer Zeit zu verbinden. Alexander, mein Protagonist ist ein Würzburger Student. Er verbringt, wie ich selbst, viel Zeit am Main, bevor er mithilfe eines magischen Buches in die mittelalterliche Welt von Fasanthiola gerät.

primS: Wann kommen Ihnen die besten Ideen fürs Schreiben?
UD: Auf südlichen Balkonen, bevorzugt griechischen oder portugiesischen. Früher hatte ich immer dicke Hefte im Urlaub dabei. Seit ich ein Laptop besitze, geht das mit auf Reisen. Im Urlaub schreibe ich oft acht Stunden am Stück.

primS: Wann kommen die nächsten Bände der Fasanthiola-Trilogie?
UD: Wie schon gesagt, ist der ganze Zyklus inhaltlich fertig. Ich arbeite momentan an der Überarbeitung von Band 2. Das wird noch eine Weile dauern, da im Augenblick kein südlicher Balkon in Sicht ist. Und - ich gebe es zu - weil in Band 1 noch viele Fehler enthalten sind, die ich dem Leser in den Folgebänden nicht weiter zumuten will. Wenn man sein eigener Lektor ist, dann kommt das eben vor. Aber ich hoffe, Teil 2 im Spätsommer herausbringen zu können.



Ursula Dittmer ist verheiratet und lebt in Würzburg. Sie studierte Sozialpädagogik und leitete einen Kindergarten, bevor sie sich 1987 selbstständig machte. Sie arbeitete u.a. als freie Fortbildungsreferentin, gründete ein Unternehmen und ein Fortbildungsinstitut, in dem sie auch Erzähl- und Theaterkurse anbietet. Das Schreiben von Geschichten und Gedichten begleitet sie seit ihrer Kindheit. Sie schrieb und inszenierte zwei märchenhafte Theaterstücke, die sie als Schattenspiele auf die Bühne brachte. „Keine Zeit für Drachen“ ist ihre erste Romanveröffentlichung für Erwachsene. www.fasanthiola.de.


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