Erweiterung des CCW: Investition in Würzburgs Zukunft

Vom Fortschritt der Bauarbeiten im Congress Centrum Würzburg überzeugten sich (v.l.) Bauherr Dr. Peter Oettinger (Geschäftsleiter CTW Würzburg), Wolfgang Mairinger (Senior Partner bei Blocher Blocher Partners) und Professor Christian Baumgart, Stadtbaurat der Stadt Würzburg. (Foto: CTW Würzburg, Alexander Porzelt)

Kongresse und Tagungen sind für Würzburg bedeutende Wirtschaftsfaktoren. Das Flaggschiff der örtlichen Kongress- und Tagungsorte, das Congress Centrum Würzburg (CCW), wird derzeit fit für die Zukunft gemacht.

Von den jährlich rund 840.000 Gästeübernachtungen in Würzburg entfallen etwa 40 Prozent auf die Tagungswirtschaft. Dr. Peter Oettinger, Geschäftsleiter des städtischen Eigenbetriebs Congress-Tourismus-Wirtschaft (CTW), rechnet vor: „Bei geschätzten 130 Millionen Euro Bruttoumsatz für Übernachtungen und Tagesausgaben generiert also allein der Bereich Kongresse/Tagungen/Seminare Einnahmen von rund 55 Millionen Euro. Neben dem Gastgewerbe profitiert von diesem Kundenkreis vor allem der Einzelhandel vor Ort.“

Aktuell gibt es in Würzburg rund 140 Tagungsräume in 25 Tagungsstätten und -hotels. Größter Anbieter ist CTW. Der Betrieb steuert neben drei weiteren Tagungshäusern auch das hiesige „Tagungsflaggschiff“, das Congress Centrum Würzburg. Die Eröffnung des CCW im Jahr 1985 war ein entscheidender Schritt für die Bedeutung Würzburgs als Tagungsstandort. Seitdem gilt das Haus als wichtigster Motor für die Durchführung nationaler und internationaler Kongresse und Tagungen.

Gleichwohl haben in diesem Zeitraum viele Städte in ihre Kongressinfrastruktur investiert. Der Wettbewerb ist härter geworden, die Kundenanforderungen sind gestiegen. Oberbürgermeister Christian Schuchardt: „Mit dem Umbau und der Erweiterung des Congress Centrums sichern wir langfristig die Position Würzburgs als attraktiver Kongress- und Tagungsstandort. Durch die deutliche Kapazitätserweiterung auf 2.500 Gäste legen wir zudem den Grundstein für weiteres Wachstum im Städtetourismus.“

Platz für weitere 600 Tagungsgäste
Bis Januar 2015 entsteht im CCW ein weiterer Tagungs- und Konferenzbereich für etwa 600 Personen. Zusätzlich werden sich die Ausstellungsflächen und Foyers um 1.800 Quadratmeter auf insgesamt fast 3.300 Quadratmeter mehr als verdoppeln.

Das CCW soll jedoch nicht nur größer, sondern auch attraktiver werden: Auf der Grundlage einer Entwurfsstudie des Würzburger Architekturbüros GKT Grellmann Kriebel Teichmann und nach den Plänen des renommierten Stuttgarter Büros Blocher Blocher Partners wurde die bestehende Glasfassade zum Main hin hinausgeschoben und um ein auskragendes Obergeschoss erweitert.

Das neue zweite Obergeschoss schafft Platz für vier multifunktionale Tagungsräume, die durch variable Trennwände flexibel auf unterschiedliche Bedürfnisse ausgerichtet werden können. Außerdem verfügen sie über einen beeindruckenden Ausblick auf den Main und die Festung Marienberg. Mit dem Umbau wird es erstmals möglich sein, im CCW parallel zwei mittelgroße Veranstaltungen durchzuführen.

Auf der Ebene des bestehenden Franconia-Saals wird der Ausstellungsbereich um 400 Quadratmeter vergrößert. Im Augenblick wird die bisherige Passagenebene im Erdgeschoss zum Innenraum umgestaltet und in die vorhandene Ausstellungsfläche einbezogen. Durch die Verlegung der Garderobe und die funktionale Neuordnung gewinnt das CCW auf dieser Ebene weitere 800 Quadratmeter Präsentationsflächen hinzu. Alle Bereiche des Hauses werden barrierefrei über Aufzüge zu erreichen sein.

Nachfrage nach Veranstaltungsräumen steigt
Aufgrund der guten Erreichbarkeit und der touristischen Vorzüge entwickelt sich die Nachfrage für Veranstaltungen in Würzburg weiterhin positiv. Wichtige Veranstalter und Impulsgeber für internationale Kongresse sind zum Beispiel die Wissenschaftler der Würzburger Universität, vor allem aus dem medizinischen Bereich.
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