Entweder Riesen-Show oder Sturz in die Sonne

Die Sternwarte in der Johannes-Kepler-Straße.

Im Spätherbst fliegt der Komet „ISON“ an der Erde vorbei

Wenn es so läuft, wie es sich der Estenfelder Weltraumexperte Georg Laufer vorstellt, kann es ab Mitte November bis Mitte Januar für alle Sterngucker zu einer großen Show kommen: „ISON“ wird dann sichtbar sein, mit bloßem Auge: Der Komet kommt der Sonne immer näher, am nächsten - mit einem Abstand von 1,3 Millionen Kilometer - am 28. November.
ISON ist, wie alle Kometen, so erzählt Georg Laufer, jüngst neu gewählter Vorstand des Vereins Volkssternwarte Würzburg, ein „schmutziger Schneeball“: Gefrorene Gase und Wasser bilden einen mit Felsbrocken und Staub durchsetzten Eisklumpen. Nähert er sich der Sonne, erwärmt er sich, wodurch auch seine festen Teile freigesetzt werden. Der in der Regel einige Kilometer große Kometenkern kann eine bis zu 100.000 Kilometer durchmessende Wolke aus Gas und Partikel entwickeln, aus dem sich der Kometenschweif bildet, der eine Länge von bis zu 100 Millionen Kilometern erreichen kann.
„ISON“ wird seit seiner Entdeckung am 21. September 2009 beobachtet. Am 28. November, an dem Tag, an dem er der Sonne am nächsten kommt, soll der Komet „wahrscheinlich“ seine größte Helligkeit entwickeln. Am 27. Dezember ist „ISON“ der Erde am nächsten, dann verschwindet er wieder in den Weiten des Weltraums. Was Georg Laufer auch für möglich  hält, ist ein Sturz des Kometen in die Sonne. Dann gibt es nichts zu sehen.
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