Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder: Siebold-Medaille für Kampf gegen Krebs

Prof. Christoph Reiners (l.) und Prof. Matthias Frosch überreichten die Siebold-Medaille plus Urkunde an Jana Lorenz-Eck (l.) und Heidrun Grauer von der Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg. (Foto: Uniklinikum Würzburg)
Vor 30 Jahren wurde die Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg gegründet. Jetzt ehrten die Uniklinik und die Medizinische Fakultät der Uni die großen Verdienste des Vereins mit der Siebold-Medaille.
Im Jahr 1983 haben die Familien von krebskranken Kindern den Verein „Elterninitiative leukämie- und tumorkranker Kinder Würzburg“ ins Leben gerufen, um deren Behandlungssituation zu verbessern. Der bei der Gründung noch kleine Kreis von Aktivisten hat sich seither zu einer Institution mit über 600 Mitgliedern entwickelt. Heute ist die Elterninitiative der größte aktive Förderer des Universitätsklinikums: Allein in den letzten zehn Jahren flossen von ihr 8,5 Millionen Euro in verschiedene Projekte und Aktionen rund um die Onkologie der Universitäts-Kinderklinik.
Die Medizinische Fakultät der Uni Würzburg und das Klinikum nahmen das 30. Jubiläum der Elterninitiative zum Anlass, dem Verein für seine herausragenden Verdienste bei der Versorgung krebskranker Kinder sowie die Unterstützung der Leukämie- und Krebsforschung zu danken. Als Ausdruck dieses Dankes verliehen Prof. Christoph Reiners, der Ärztliche Direktor des UKW, und Prof. Matthias Frosch, der Dekan der Medizinischen Fakultät, der Elterninitiative die Carl-Caspar-Siebold-Medaille. Mit der Auszeichnung werden Personen und Institutionen geehrt, die sich kontinuierlich für den Ausbau der Medizinische Fakultät und des Klinikums einsetzen. Carl Caspar Siebold war im 18. Jahrhundert Professor an der Würzburger Uni und wurde wegen seiner Verdienste auf dem Gebiet der Medizin in den Adelsstand erhoben. Er ist der Großvater des berühmten Japanforschers Phillip Franz von Siebold.

Rückenwind für die Ärzte
Beim Festakt wurde die große Spannbreite des Engagements der Elterninitiative deutlich. So finanziert die Initiative unter anderem zusätzliche Pflege- und Arztstellen auf der Kinderkrebsstation „Regenbogen“, auf der Stammzelltherapie-Station „Schatzinsel“ und in der Tagesklinik und onkologischen Ambulanz „Leuchtturm“. Sie sorgt für die kindgerechte Ausstattung der Stations- und Spielzimmer und ermöglicht, dass Klinikclowns und eine Musiktherapeutin die Kinder besuchen können. Ferner verwaltet und betreibt der Verein zehn Wohnungen in Kliniknähe, die von weiter entfernt lebenden Angehörigen kostenlos genutzt werden können.
Prof. Paul-Gerhardt Schlegel, der Leiter der Pädiatrischen Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation am UKW, sagt: „Die Elterninitiative ist der warme Rückenwind, der uns zusätzlich motiviert, uns mit aller Kraft für die jungen Patienten und ihre Angehörigen einzusetzen.“
1 Kommentar
6
Udo Plesch aus Würzburg Stadt | 26.01.2014 | 09:39   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.