Ein Schoppen für den Feldahorn

Zeremonie vorm Schaufeln: Bürgermeister Dr. Adolf Bauer spendiert dem Feldahorn, Baum des Jahres 2015, einen Schoppen und bedankt sich bei den Schülern der Dr.-Karl-Kroiß-Schule für die tatkräftige Unterstützung bei der Pflanzaktion des Fachbereichs Umwelt- und Klimaschutz der Stadt Würzburg. (Foto: Georg Wagenbrenner)
„Was macht er denn jetzt?“ Verblüfft schauen die Siebt- und Achtklässler, als Bürgermeister Adolf Bauer zum Bocksbeutel greift und dem Baum des Jahres bei der Pflanzung einen Schoppen Silvaner in den Wurzelballen gießt. Das habe sich der Preisträger verdient, so Bauer - und zu einer feierlichen Baumpflanzung in Franken gehöre so etwas schließlich dazu.

Von diesem besonderen Dünger hatte wiederum Landschaftspfleger Elmar Kuhn den Kindern der Dr.-Karl-Kroiß-Schule zuvor gar nichts gesagt. Der erfahrene Baumpflanzer hatte vielmehr gezeigt, wie die Wurzeln und Triebe richtig geschnitten werden, wie fest die Erde gedrückt wird und wo jeweils der richtige Standort für die unterschiedlichen Arten ist. Gegen ein bisschen Hokuspokus wehrt sich aber niemand.

Bei schönstem Wetter werden zwei Feldahorne und drei Obstbäume im Rottenbauerer Grund und somit gerade einmal eine halbe Stunde von der Schule der fleißigen Helfer entfernt gepflanzt. Die neuen Bäume stehen auf einer Fläche, die als Ausgleichsmaßnahme für den Bau der Straße (Y-Spange) angelegt wurden. Für die Lehrerinnen Vanessa Heinzle und Hilke Schütze hat dies den Vorteil, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt, womöglich zur Erntezeit, noch einmal mit den Schülern einen Spaziergang hierher machen können.

Nun wird das an der frischen Luft Erlernte erst einmal im Biologie-Unterricht vertieft. Dr. Jakob Frommer und Elisabeth Remling vom Fachbereich Umwelt- und Klimaschutz haben jede Menge Infomaterial zum Ortstermin mitgebracht. So erfährt man beispielsweise über den Feldahorn, dass seine Blätter früher – ähnlich wie Sauerkraut – sogar gegessen wurden. Für alle fleißigen Helfer gibt es zum Abschluss ein Glas Honig, ebenfalls aus der Nachbarschaft. Sozusagen von den Bienen, die für die Befruchtung der Bäume sorgen.
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