Die Linie 6 ist eine Station weiter

WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer stemmt etliche Aktenordner voller Stellungnahmen zur Linie 6. Bild WVV

WSB hat die Bearbeitung der Einwände abgeschlossen

Die Würzburger Straßenbahn GmbH (WSB) hat ihre Stellungnahmen zu den Einwänden bezüglich der Straßenbahnerweiterung aufs Hubland fertiggestellt. Am Mittwoch übergaben die Verantwortlichen der WSB die Unterlagen an die Regierung von Unterfranken. Damit sei ein wichtiger Schritt im aktuellen Planfeststellungsverfahren getan, so die WSB.
Insgesamt 30 Ordner mit Unterlagen in zweifacher Ausfertigung warten jetzt auf weitere Bearbeitung: 447 Einwände von Anwohnern der geplanten Trasse durchs Frauenland, die Stellungnahmen der WSB, aber auch ergänzende Gutachten. „Wir haben jeden einzelnen Einwand sehr ernst genommen“, so WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer.
Doch nicht jeder, der Einwendungen geltend gemacht hat, sei grundsätzlich gegen eine Straßenbahnerweiterung. „Oft waren es auch nur Unklarheiten in Detailfragen, die den Einzelnen bewegen“, sagte WSB-Projektleiter Daniel Schüßler-Spitzhüttl. Er war mit einem kleinen Team in den vergangenen Monaten damit beschäftigt, die Einwände für die WSB zu bearbeiten. „Daher war es uns wichtig, den Einwendern alle nötigen Detailinformationen an die Hand zu geben und sie so weiterhin positiv zum Projekt zu stimmen.“

Rasengleise für die Anwohner
Doch hatte die WSB bei der Übergabe nicht nur Stellungnahmen, sondern auch Lösungen mit im Gepäck: In den zurückliegenden Monaten haben zahlreiche Gespräche auf Arbeitsebene stattgefunden, so Schäfer. Ziel war, bereits vor einem Erörterungstermin der Regierung mögliche Planänderungen zu erarbeiten, die den eingereichten Einwänden bestmöglich gerecht werden. Damit könne zum Beispiel ein Grunderwerb im Bereich des Wittelsbacher Platzes sowie des Zwerchgrabens und der Trautenauer Straße vermieden werden. Auch sähen die Pläne nun ein Rasengleis in der Zu-Rhein-Straße, dem Zwerchgraben und Trautenauer Straße sowie der Maurmeierstraße vor. Für die Wohngebiete bedeute das eine zusätzliche Grünfläche inmitten der Häuserzeilen. Zugleich profitierten die Anwohner von den besseren Schallschutzeigenschaften.
Im Juni 2012 hatte die Regierung von Unterfranken das Planfeststellungsverfahren für die Straßenbahnerweiterung aufs Hubland offiziell eröffnet. Auch die Bürger hatten Gelegenheit, sich zu dem Vorhaben zu äußern und schriftlich Einwände gegen die Planung vorzubringen. Nächster Meilenstein ist ein offizieller Erörterungstermin zur Klärung offener Fragen.
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