Cogress Centrum soll fit für die Zukunft werden

Klare Linien: So soll das neue CCW aussehen. Grafik Stadt Würzburg

12,5 Millionen Euro für mehr Kongress- und Ausstellungsflächen

Die Erfolgsgeschichte begann vor 30 Jahren: Die Stadt entschloss sich, mit einem potenten Hotelpartner, dem Hause Maritim, zum Bau des „Congress Centrum Würzburg“ mit Hotel auf dem damaligen Schlachthofgelände in der Ecke zwischen Kranenkai, Röntgenring und Pleichertorstraße. Binnen sieben Jahren nach der Eröffnung des CCW im Jahr 1985 schnellten die Übernachtungszahlen in Würzburg um 70 Prozent nach oben. Jetzt wird „der Impulsgeber für die Entwicklung des Städtetourismus in Würzburg“, so Dr. Peter Oettinger, mit einem Kostenaufwand von ca. 12,5 Millionen Euro auf die kongresstechnischen und –wirtschaftlichen Standards der heutigen Zeit gebracht.
Das beschloss der Bau- und Ordnungsausschuss des Stadtrates unter Leitung von Oberbürgermeister Georg Rosenthal am Mittwochnachmittag einstimmig. Peter Oettinger ist Geschäftsleiter im städtischen Eigenbetrieb CTW (Congress – Tourismus – Wirtschaft): „Wenn wir diesen Standard nicht anbieten können, entscheidet sich kein großer Kongressanbieter mehr für Würzburg“. Dabei geht es zum einen um eine bedeutend größere Fläche für Ausstellungen im Zusammenhang mit Kongressen und zum zweiten um weitere Tagungsräumlichkeiten, auch mehrere kleine, in der Größe flexible Gruppenarbeitsräume. Mit dem Umbau verdoppelt sich die bisherige Quadratmeterzahl an Kongress- und Ausstellungsflächen fast, steigt von 3.400 auf 6.400 an.
Was wird am CCW in den nächsten zwei Jahren (Baubeginn Juli 2013, Übergabe Ende Dezember 2014) verändert? Erstens wird die Passagenebene im Erdgeschoss geschlossen und umgebaut, womit mehr Ausstellungsfläche und besserer Orientierungsmöglichkeiten für die Besucher gewonnen werden sollen. Auf der Ebene des Frankoniasaals im ersten Geschoss  vergrößert sich die Ausstellungsfläche auf 1.300 Quadratmeter. Im zweiten Obergeschoss schließlich wird durch einen Anbau zum Main und zum Röntgenring hin ein zusätzlicher Tagungsraum mit 600 Sitzplätzen erreicht, der gleichzeitig flexibel in mehrere kleinere Räume für Arbeitsgruppen aufgeteilt werden kann.
Die Gestaltung des Erweiterungsbaus zum Main hin, so heißt es in einem Ergebnisprotokoll aus einer Sitzung der Würzburger Kommission für Stadtbild und Architektur, „soll ganz bewusst in der öffentlichen Wahrnehmung als neuer, starker Auftritt des CCW in Erscheinung treten. Es wurde daher ein Kongressgebäude gestaltet, das bewusst eigenständige und zeitgemäße Akzente an dieser Schokoladenseite Würzburgs setzen soll“. Die Kommission hält „die funktionale Überarbeitung des CCW für außerordentlich gelungen“ und die ,,die Neuorganisation des Komplexes im hohen Maße sehr professionell und höchst intelligent“ für gelöst.
Unabhängig davon mahnte sie an, „dass in dem neuen Erscheinungsbild die Identität des verbleibenden Bestandes besser berücksichtig wird“. Das neu entstehende Gebäude weise eine völlig neue Architektur auf, die aber „zu wenig Einbindung“ in den Altbestand besitze. Eine weitere Überarbeitung der Planungen stellte nun die Ausschussmitglieder im Wesentlichen zufrieden, Details sollen noch nachgeliefert werden. Das Planungskonzept erstellte das Architektenbüro Blocher Blocher Partners, Stuttgart.
Im Zusammenhang mit den Baumaßnahmen werden 2013 in den veranstaltungsarmen Monaten Juli, August und September, 2014 etwa ebenso, das CCW geschlossen, um Bauarbeiten mit hohem Staubanfall oder großem Baulärm durchführen zu können. In den restlichen Jahreszeiten wird bei laufendem Geschäft gebaut. Diese Daten liefert ein Rahmenzeitplan für den Umbau. Dr Oettinger: „Ab 2015 wollen wir unsere Standards im CTW an die neuen Möglichkeiten im CCW anpassen“.
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