Burkardushauses wieder eröffnet: „Ort der Begegnung und des Dialogs“

Bischof Dr. Friedhelm Hofmann (2. von rechts) beim Segnen des Burkardushauses. Von links: Liturgiereferent Dr. Stephan Steger, Domkapitular Dr. Helmut Gabel und Dr. Thomas Franz, stellvertretender Leiter der Domschule. (Foto: Markus Hauck, POW)
Würzburg Nach rund dreijähriger Generalsanierung wurde am vergangen Mittwoch das Burkardushaus in Würzburg offiziell wieder eröffnet. Das Tagungszentrum der Diözese Würzburg bietet Raum für diözesane Konferenzen, Veranstaltungen und Festlichkeiten, aber auch für überdiözesane Veranstaltungen sowie für nicht-kirchliche Gruppen.

„Das Haus soll ein Ort der Gastfreundschaft, der Bildung und Begegnung sein, ein Kontaktpunkt zwischen Kirche und Gesellschaft“, betonte Domkapitular Dr. Helmut Gabel, Leiter der Hauptabteilung Außerschulische Bildung. Die Kosten für das Projekt belaufen sich nach seinen Angaben von, auf rund 19 Millionen Euro, hinzu kommen zirka 800.000 Euro für Kunst.

Mit einem Gottesdienst in der Sepultur des Kiliansdoms und einem Festakt im Kardinal-Döpfner-Saal ist das Burkardushaus am Mittwoch, 30. September, nach umfangreicher Sanierung offiziell wieder eröffnet worden. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann betonte, das Haus sei in der vom Aufbruch nach dem Zweiten Weltkrieg geprägten Architektur wie auch in der jetzigen künstlerischen Ausgestaltung Antwort auf eine falsch verstandene Sakralität, aber auch jede falsche Verweltlichung des Heiligen. Rund 300 Gäste aus Kirche, Politik, Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft nahmen an der Segnung der Räume durch den Bischof teil, unter anderem auch Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer.

Nach dem Umbau stehen sechs Tagungsräume und ein Konferenzraum in Größen von 32 bis 175 Quadratmetern sowie 22 Einzelzimmer für Übernachtungsgäste zur Verfügung. Zudem haben hier die „Domschule Würzburg – Akademie des Bistums“ und ihr überdiözesaner Arbeitsbereich „Theologie im Fernkurs“ ihren Sitz. Bei einer Führung stellten Dr. Helmut Gabel gemeinsam mit Diözesanbaumeister Ordinariatsrat Cesare Augusto Stefano und Hausleiterin Maria Reuß das neue Burkardushaus vor.

Als das Burkardushaus 1953/1954 gebaut wurde, sei es ein Botschafter für die neue Zeit und für die Auferstehung aus den Ruinen der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg gewesen. Geplant wurde es von Dombaumeister Hans Schädel und Architekt Gustav Heinzmann im Auftrag von Bischof Dr. Julius Döpfner. Seinen Namen erhielt es nach dem heiligen Burkard (gestorben 753), dem ersten Bischof der Diözese Würzburg. Das Haus gilt als klassisches Beispiel der Architektur der 1950er- Jahre. Bei der Sanierung waren unter anderem strenge Auflagen des Denkmalschutzes zu beachten. Dass die Summe im Laufe der Arbeiten mehrfach nach oben korrigiert werden musste, sei auch durch den zum Teil äußerst schlechten Zustand der vorgefundenen Bausubstanz bedingt, betonte di Stefano.

Für Domkapitular Gabel ist das Burkardushaus ein „Ort der Begegnung und des Dialogs“. „Hier zeige das Bistum: Wir sind offen für die Fragen der Menschen unserer Zeit. So ist das Burkardushaus ein Ort des Dialogs zwischen Kirche und Gesellschaft.“ Es werde ein Begegnungsort der Haupt- und Ehrenamtlichen aus allen Regionen der Diözese Würzburg sein“, betonte Gabel. Dabei stehe das Burkardushaus weiterhin offen für überdiözesane Gruppen und werde auch nicht-kirchlichen Gruppen Raum bieten. „Es ist für uns eine Möglichkeit, mit Menschen, Gruppen und Institutionen ins Gespräch zu kommen, mit denen Kirche sonst kaum in Kontakt käme.“

Am Samstag, 10. Oktober, lädt das Burkardushaus von 10 bis 17 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ ein. Es gibt ein vielfaltiges Rahmenprogramm mit Schauspiel, einem Schnellzeichner und Führungen von Kunstreferent Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen und Diözesanbaumeister Stefano sowie ein Gewinnspiel, bei dem der Hauptpreis ein Frühstück mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann ist. (POW/ser)
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