Brustkrebs-Forum: Was kann die Alternativmedizin leisten?

Prof. Josef Beuth ist Gastredner des 3. Würzburger Brustkrebs-Forums und ein ausgewiesener Experte für die Bewertung von naturheilkundlichen Verfahren in der Krebstherapie. (Foto: iwenv)
Im Mittelpunkt des 3. Brustkrebs-Forums der Würzburger Universitätsfrauenklinik stehen dieses Jahr alternativmedizinische Therapien, die die schulmedizinischen Behandlungswege ergänzen können. Mit Prof. Josef Beuth aus Köln konnte als Gastredner ein bundesweit renommierter Experte für naturheilkundliche Verfahren in der Onkologie gewonnen werden, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle des Universitätsklinikums. Die Neuauflage der jährlichen Veranstaltung findet im Hörsaal 1 des Zentrums für Innere Medizin an der Oberdürrbacher Straße am Samstag, 19. November 2016, ab10 Uhr, statt.

Auf Anfrage erklärte die Pressestelle des Universitätsklinikums Würzburg (UKW), bundesweit würden jährlich rund 65.000 Neuerkrankte an Brustkrebs auftreten. Im Brustzentrum des UKW würden jährlich rund 200 Patientinnen mit Neuerkrankungen aufgenommen und viele hundert Patientinnen mit fortgeschrittener Erkrankung behandelt. Das Brustzentrum sei in Nordbayern die einzige Einrichtung, die bei Brustkrebsbehandlung intraoperative Bestrahlung anbietet. D.h. die Bestrahlung des erkrankten Gewebes erfolgt bereits während der Operation, wodurch sich die Bestrahlungszeit nach der OP deutlich verkürzt.

„Viele Krebspatientinnen und -patienten hoffen, durch komplementäre - also ergänzende - Therapien ihre Heilungschancen sowie ihre Lebensqualität während der schulmedizinischen Behandlung verbessern zu können“, weiß Prof. Achim Wöckel, der Direktor der Würzburger Universitätsfrauenklinik. Doch welche dieser Verfahren sind nachweislich unbedenklich und tatsächlich wirksam, fragt Wöckel in einer Mitteilung der Pressestelle des Universitätsklinikums Würzburger (UKW).

Zentraler Programmpunkt des kostenlos zu besuchenden Forums ist in diesem Jahr der Gastvortrag von Prof. Josef Beuth unter dem Titel „Gut durch die Krebstherapie – Naturheilverfahren bei Krebs“. Der profilierte Mikrobiologe und Onkologe leitet das von ihm im Jahr 1999 an der Kölner Universität gegründete Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren. Der Träger vieler Medizinpreise beschreibt auf dem Würzburger Brustkrebs-Forum, wie mit naturheilkundlichen und komplementärmedizinischen Mitteln die oft gravierenden Nebenwirkungen und Beschwerden der Standardkrebstherapien gelindert werden können. Anschließend hätten die Zuhörerinnen und Zuhörer ausreichend Gelegenheit, dem Referenten Fragen zum Thema zu stellen.

Als Vorredner zu Prof. Beuth stellt Prof. Wöckel in einem Impulsvortrag dar, was Krebskranke – neben klaren Therapieempfehlungen – nach seinen Erfahrungen zusätzlich besonders brauchen. „Mir geht es dabei vor allem um Aspekte wie Zuwendung und Erreichbarkeit“, schildert der Klinikdirektor. Er verweist in diesem Zusammenhang unter anderem auf die Leistungen der seit gut einem Jahr an der Würzburger Universitätsfrauenklinik beschäftigte Breast Care Nurse.

Weitere wichtige Unterstützung böten auch die Selbsthilfegruppen. Diese sind auf dem Forum mit Infoständen vertreten, genauso wie Anbieter von Haarersatz, Brustprothesen und Physiotherapie. Der um 10:00 Uhr beginnende Vortrags- und Diskussionspart geht über in ein Get-together mit kleinem Imbiss. Hier ist bei Bedarf auch Raum für Fragen, die nicht für das Plenum bestimmt sind. Das Forum endet gegen 14:00 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das kostenlose Forum wendet sich nicht nur an akut betroffene Patientinnen und deren Angehörige, sondern gerade auch an alle generell Interessierten.
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