Beste Beratung zum Thema „Pflege“

Burkhard Halbig informiert eine Seniorin, wer ihr im ausgefächerten Hilfenetz für Pflegebedürftige welche Unterstützung zur Alltagsbewältigung bieten kann. (Foto: Caritas Würzburg)

Caritas informiert detailliert zu allen Fragen – beim Patienten zu Hause.

Mit ihrem Gehstock war Emma Rath immer noch gut unterwegs - doch im Moment ist die 84-Jährige ziemlich hilflos: Vor einer Woche erlitt sie einen Schlaganfall. Nun liegt sie in der Klinik. In großer Sorge kommt ihre Tochter zu Burkhard Halbig in die Caritas-Sozialstation St. Franziskus: „Wie soll es bloß weitergehen?“

Täglich berät der Pflegeexperte Angehörige und Patienten. Auch der Tochter von Emma Rath zeigt er auf, welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
Emma Rath kann immerhin noch einen Löffel halten und selbstständig essen. Doch vom Bett aufzustehen und zur Toilette zu gehen, das ist ihr unmöglich. Ein Arzt des Krankenhauses empfahl der Tochter, ein Pflegeheim zu suchen. Doch was wird dann aus Emma Raths Mann?

„Ein Heimaufenthalt ist nicht unbedingt nötig“, sagt Burkhard Halbig. Direkt nach der Klinikentlassung wäre es sinnvoll, wenn Emma Rath für ein paar Wochen in eine Kurzzeitpflege käme. In dieser Zeit könnte geklärt werden, ob eine häusliche Pflege durch eine Sozialstation in Betracht kommt.

Wahrscheinlich muss ein Toilettenstuhl, ein Pflegebett oder ein Rollstuhl besorgt werden, damit Emma Rath zu Hause gepflegt werden kann. „Wir zeigen dem Ehemann natürlich den Umgang mit den Pflegehilfsmitteln, sodass er es bald alleine schafft, seine Frau vom Bett auf den Toilettenstuhl zu bringen", beruhigt Burkhard Halbig Frau Raths Tochter.

Dusch-Umbau und Krankengymnastik
Vor Ort wären auch Umbaumaßnahmen zu klären: „Die Krankenkassen bezuschussen zum Beispiel die barrierefreie Gestaltung der Dusche oder die Erhöhung des Toilettensitzes.“ Bis zu 4.000 Euro gibt es pro Maßnahme. Welche Umbauten nötig sind, klärt das Pflegeteam der Caritas Würzburg vor Ort ab.
Emma Rath ging immer gern unter Leute. Wenn sie wieder mobiler ist, durch Krankengymnastik und Ergotherapie, könnte deshalb eine Tagespflege das Richtige für sie sein, zeigt Halbig auf. Die Gäste der Tagespflege essen zusammen, es wird gespielt, auch werden Gedächtnistraining, Gymnastik, Bewegungsübungen im Sitzen und Spaziergänge angeboten.

Die ganze Woche über kann sich das Ehepaar schließlich warmes „Essen auf Rädern“ bringen lassen. Dieses Angebot ist so ausgefeilt, dass niemand Angst vor Einheitskost haben muss. Wer mag, erhält deftige Hausmannskost oder internationale Spezialitäten, daneben wird berücksichtigt, wenn jemand eine Diät einhalten muss oder gewöhnt ist, sich vegetarisch zu ernähren.

Die Pflegeberatung der Caritas geht weit darüber hinaus, was eine Broschüre über Ansprüche aus der Pflegeversicherung leisten könnte, betont Halbig: „Wir gehen zu den Patienten und Angehörigen nach Hause. Dort machen wir uns ein Bild, was individuell nötig und was konkret realisierbar ist.“
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