Ausstellung im Rathaus: „Was für ein flüchtiges Gut auch Bauten sein können“

Bürgermeister Dr. Adolf Bauer (m.), Professor Dr. Stefan Kummer (2.v.r.), Helmut Försch (re.) und v.li. Alexander Krauß, Elke Roth, Peter Hulansky von der Geschichtswerkstatt bei der Ausstellungseröffnung. (Foto: Claudia Penning-Lother)
„Jede Zeit hat das Recht, ihre eigenen baulichen Spuren zu hinterlassen. Eine Stadt ist kein Museum, sondern ein lebendiger Organismus. Ebenso richtig ist es aber, dass sich Um- und Neubauten in die vorhandene Umgebung einzufügen haben und neben funktionalen und ökonomischen auch ästhetische Anforderungen erfüllen müssen.“ Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Dr. Adolf Bauer die Ausstellung der Geschichtswerkstatt im Oberen Foyer des Rathauses.

Seit 1999 gedenkt die „Geschichtswerkstatt im Verschönerungsverein“ jedes Jahr um den 16. März, des Jahrestages der Zerstörung Würzburgs, mit Ausstellungen im Rathaus. In diesem Jahr widmet sich die Geschichtswerkstatt alten und neuen Abbildungen ausgewählter Gebäude, Gebäudegruppen, Straßenzügen und Plätzen in verschiedenen Epochen bis heute.

Bürgermeister Dr. Bauer würdigte die Leistung der Mitglieder der Geschichtswerkstatt: „Sie fördern die Vertrautheit und Identifikation der Würzburgerinnen und Würzburger mit ihrer Heimatstadt und schlagen Brücken zwischen den Generationen.“ Den Festvortrag zur Eröffnung der Ausstellung hielt Professor Dr. Stefan Kummer, ehemaliger Inhaber des Lehrstuhls für Kunstgeschichte an der Universität Würzburg und ehemaliger Vorsitzender des Verschönerungsvereins.

Die Fotografien der Geschichtswerkstatt seien Zeugnisse der Baukultur aus allen Epochen, des Mittelalters, der Renaissance, des Barocks und des Historismus. „Alle diese sehr sorgfältig ausgesuchten und aussagekräftigen Exempel dokumentieren die einstige hohe Baukultur unserer Stadt. Die gegenübergestellten Fotos führen mit zum Teil erschütternder Eindringlichkeit vor Augen, was für ein flüchtiges Gut auch Bauten sein können, die festgefügt und für die Ewigkeit errichtet erscheinen.“ Die Ausstellung der Geschichtswerkstatt versteht sich, wie es Kummer formulierte, als Bemühung um historische Einsicht und deren Vermittlung, um ästhetische Schulung und Denkmalpflege.

Sie ist im Oberen Foyer des Rathauses zu sehen bis einschließlich 24. März 2016 zu den Öffnungszeiten des Rathauses: Montag bis Donnerstag 8 bis 18 und Freitag 8 bis 14 Uhr.
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apx apx aus Würzburg Region | 12.03.2016 | 10:03   Melden
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