Außergewöhnliche Erfahrungen sammeln: Clara Kaiser war als „weltwärts“-Freiwillige in Bolivien aktiv

Clara Kaiser inmitten der Kindergartenkinder, die sie in San Luis betreute. (Foto: privat)
Als „weltwärts“-Freiwillige hat Clara Kaiser aus Gerbrunn Bolivien intensiv erlebt und damit einen lang gehegten Wunsch wahr gemacht: „Ich wollte seit der 9. Klasse weg.“ Von August 2014 bis Mai 2015 lebte und arbeitete die 19-Jährige quasi auf der anderen Seite der Welt. Sie hat ein freiwilliges Jahr in Bolivien geleistet - in San Luis, einem kleinen Ort mit knapp 2000 Einwohnern, etwa 55 Kilometer südwestlich von Santa Cruz im Tiefland.

Für Kaiser stand fest: Nach der Schule wollte sie „in einem anderen Land leben und eine andere Kultur kennenlernen“. Und noch eine Motivation trieb die junge Frau: „Ich wollte mich zumindest für ein Jahr intensiv im sozialen Bereich engagieren.“ Es war nicht von Anfang an klar, dass es sie nach dem Abitur am Würzburger Dag-Hammarskjöld-Gymnasium nach Bolivien verschlagen würde. Beim Auswahlverfahren des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Würzburg zum Freiwilligendienst „weltwärts“, der sich um die Organisation des Auslandsjahrs kümmerte, hatte sie auch Tansania und Brasilien als mögliche Ziele angegeben.

In San Luis arbeitete Kaiser zusammen mit Pfarrer Thomas Hermes, der ebenfalls aus dem Bistum Würzburg stammt, und Schwester Emma Serrano Sanjinez, die den in Trier gegründeten Josefsschwestern angehört. Vormittags war Kaiser in einem Kindergarten tätig, nachmittags half sie an der örtlichen Schule beim Musikunterricht aus.

„An Bolivien fasziniert mich die Vielfältigkeit“, erzählt die Gerbrunnerin. Sie hat unter anderem Cochabamba besucht, und in La Paz hatte sie den Spanischkurs zu Beginn ihres Aufenthaltes gemacht, denn „die Sprache habe ich eigentlich erst hier gelernt“. Sie schätzt besonders, dass die Leute sehr offen, hilfsbereit und gastfreundlich sind. „Ich wurde eigentlich immer sofort eingeladen, auch wenn die meisten selbst nicht viel haben.“

Inzwischen ist Kaiser zurück in Deutschland und denkt gerne an die Zeit in Bolivien zurück. Zurück in der Heimat, wird sich Kaiser ab Oktober dem Studium des Bauingenieurswesens widmen. Und noch etwas steht für sie fest: „Ich will mich weiterhin in meiner Heimatpfarrei Sankt Nikolaus engagieren.“ (bpt/POW)
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