Asylpolitik: „Weg von der Abwehrpolitik hin zu einer Willkommenskultur“

Der Diözesanrat der Katholiken im Bistum Würzburg fordert, nach einem Beschluss auf der letzten Herbst-Vollversammlung am 17./18. Oktober 2014 im Exerzitienhaus Himmelspforten, eine grundlegende Neuausrichtung der Migrations-, Integrations- und Asylpolitik. Es gehe um eine Wende „weg von Abwehrpolitik gegenüber eingewanderten und künftig einwandernden Menschen hin zu einer Willkommenskultur“, und zwar in ganz Europa, heißt es in einer von Karl-Peter Büttner, Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Würzburg, unterzeichneten.

In seiner Erklärung fordert der Diözesanrat unter anderem die Abschaffung des sogenannten Dublin-Systems. Anstelle des Einreisestaats solle derjenige Staat für ein Asylverfahren zuständig sein, in dem die Asylsuchenden ihren Asylantrag stellen möchten. Zugleich gelte es, ein „faires und transparentes Verfahren zur Festlegung von Aufnahmequoten und einen solidarischen Lastenausgleich innerhalb der Europäischen Union“ festzulegen. Nötig seien mehr Stellen zur Prüfung der Anträge sowie für die Betreuung und Begleitung, insbesondere der unbegleiteten Jugendlichen, so eine weitere Forderung.

Aufgabe des Staates sei es auch, „für das wertvolle und unverzichtbare ehrenamtliche Engagement vor Ort optimale Rahmenbedingungen zu schaffen“. Dies gelte vor allem für das Ziel einer gelingenden Integration: Kirchen, Pfarrgemeinden, Verbände und Vereine sollten einbezogen und Konzepte der Teilhabe entwickelt werden. Hier fordert der Diözesanrat vom Freistaat Bayern mehr finanzielle und fachliche Unterstützung für die Kommunen und die ehrenamtlichen Initiativen vor Ort.

Die vollständige Presseerklärung ist im Internet unter www.dioezesanrat.bistum-wuerzburg.de zu finden. (POW/red)
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