Angriff auf die 3. Liga: Kickers bestätigen die Zusage von 1,2 Millionen Euro Sponsorengelder

Wer in die Dritte Bundesliga will, muss nicht nur auf dem Rasen Einsatz zeigen. Auch das Bankkonto muss stimmen.
Die Kickers wollen in die Dritte Bundesliga – und ihr „3x3-Projekt“ geht in die nächste Runde. Insgesamt wurden 1,2 Millionen Euro von Sponsoren und aus Dauerkartenverkäufen gesammelt, um den finanziellen Grundstock für den geplanten Aufstieg in die 3. Liga innerhalb der nächsten drei Jahre zu legen. Über 50 Unternehmen aus der Region sind bereits als Partner an Bord, weitere folgen, so Kickers-Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Schlagbauer.

„Einmaliges Projekt in Deutschland“
Schlagbauer bezeichnete das „Jetzt oder nie“-Vorhaben als „einmaliges Projekt in Deutschland“ und zeigte sich über das Feedback der Würzburger begeistert. 250 Dauerkarten konnten bisher verkauft werden. Vor allem die „VIPTickets“ inklusive Verköstigung sollen besonderen Anklang gefunden haben.

In den nächsten Wochen will man sich verstärkt auf den Verkauf der „3x3 Dauerkarte“ konzentrieren. Mit dieser Saisonkarte können die Zuschauer für die nächsten drei Jahre zu einem Preis von unter sieben Euro jedes Heimspiel besuchen – und das auch dann, wenn man in der übernächsten Spielzeit schon in der 3. Liga spielen sollte.

Profisport wird ausgegliedert
Zur dauerhaften Sicherung des finanziellen Konzepts wurde von der Mitgliederversammlung beschlossen, den kompletten Spielbetrieb der 1. Mannschaft in eine Aktiengesellschaft auszugliedern. Die unverkäuflichen Anteile gehören zu 100 Prozent dem Verein und können nicht gehandelt werden.
Die Ausgliederung wurde gewählt, um einerseits den Vorschriften des DFB zu genügen, andererseits die Gemeinnützigkeit des Fußballklubs zu wahren und etwaige finanzielle Risiken vom Hauptverein fernzuhalten, so Schlagbauer. Dabei bleiben alle anderen Mannschaften sowie sämtliche Vermögensgegenstände im Verein erhalten. Zuschüsse der Stadt, Förderungen, Spenden der Mitglieder oder an den Hauptverein gebundene Sponsorings werden somit nicht in die neue Gesellschaftsform mitgenommen.

Die Macher um den Vorstandsvorsitzenden Schlagbauer wissen, dass der Startschuss zum Angriff auf den Profifußball erst gefallen ist: Unverzichtbar, so der Verein, sind unter anderem Umbauten und Renovierungen der Anlagen, die Installation eines Flutlichts sowie wie die Verbesserung der Beschallung in der flyeralarm Arena. Auf lange Sicht muss es zudem neue Büroräume und Trainingsmöglichkeiten geben.
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