Akademische Freiheit und christliche Werte: Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen feiert in Würzburg sein 160. Gründungsjubiläum

Beim Festkommers im Congress Centrum: Oberbürgermeister Christian Schuchardt, Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann, Festredner Generalbundesanwalt Dr. Peter Frank, Dr. Heiner Emrich und Dr. Peter Motsch.
Der Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen ist der größte katholische Akademikerverband Europas. In den letzten Tagen feierten über 1.000 Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz den 160. Geburtstag und gleichzeitig die 130. Versammlung dieses Verbandes. Dass diese Versammlung in Würzburg stattfand, bezeichnet Bischof und Cartellbruder Dr. Friedhelm Hofmann als große Ehre für Würzburg: „Ich bin sicher, dass in diesen Tagen des Feierns und der Begegnungen zu gegebener Zeit und Stunde das ‚Hoch‘ auf diese Stadt gesungen wird mit dem Lied: ‚Würzburgs Zauber packt uns wieder‘.“

Tatsächlich waren die vier Tage angefüllt mit einem reichhaltigen Programm: vom Eröffnungsgottesdienst im Neumünster und dem Staatsempfang mit dem Bayerischen Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr Joachim Herrmann am Donnerstag über den Festball im Congress Centrum am Freitag bis hin zum Festkommers im CCW mit dem Generalbundesanwalt und Cartellbruder Dr. Peter Frank sowie dem Festgottesdienst im Dom mit Bischof Hofmann und dem Festzug durch die Innenstadt.

Im Mittelpunkt der Cartellversammlung stand zum einen die Stadt Würzburg selbst, deren Entwicklung Oberbürgermeister Christian Schuchardt - selbst Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Gothia Würzburg - bei seiner Begrüßung während des Festkommers darstellen konnte: von den Frankenaposteln und der Gründung der ersten Universität bis hin zum leistungsfähigen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort der heutigen Zeit. Den wenige Tage zuvor vollendeten Aufstieg der Würzburger Kickers in die Zweite Fußball-Bundesliga konnte er natürlich nicht unerwähnt lassen, was einigen Jubel unter den Gästen hervorrief.

Zum anderen besannen sich die Mitglieder des Cartellverbands auch auf die gemeinsamen Werte: Glauben, Wissenschaft und Freundschaft. Nicht immer habt es der Verband mit seinen Grundsätzen, die zum christlich-abendländischen Denken in Europa beigetragen haben, leicht gehabt: So musste der Cartellverband sich 1935 selbst auflösen, um der Zwangsauflösung durch die Nationalsozialisten zuvor zu kommen. Auch heute noch stoßen die Mitglieder gelegentlich auf Vorbehalte, wie Christian Schuchardt in seiner Rede darstellte: Eine Bekannte habe ihn gefragt: „Wie bitte, du gehst zu den Bibelwerfern?“ Worauf Schuchardt antwortete: „Ja. Und ich bin stolz darauf“.

Alle Bilder: Florian Hottarek, Daniel Wiener und Oliver Kastner.
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