Ab Dienstag sind wieder die Schulkinder unterwegs - Schülerlotsen und Schulweghelfer gesucht

Schön aufpassen: Damit Kinder sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen, sollten die Eltern den Schulweg mit ihren Kleinen gründlich einüben. Aber selbst Kinder, die alle Verkehrsregeln und Gefahrenstellen kennen, sind immer noch Kinder - und daher im Straßenverkehr schlicht unberechenbar. (Foto: GTÜ, pixelio.de)
Anfang der nächsten Woche beginnt für 3.864 ABC-Schützen in Würzburg und Umgebung der „Ernst des Lebens“. Eine besondere Herausforderung für die Kleinen ist der tägliche Weg zur Schule. 2013 verunglückten in Unterfranken 65 Kinder auf dem Schulweg. In ganz Bayern passierten 682 Unfälle, dabei wurden 760 Schulkinder verletzt. Ein Schüler kam ums Leben.

Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer bittet die erwachsenen Verkehrsteilnehmer, besonders zum Schulanfang ein waches Auge auf Schulkinder zu haben. „Kinder haben keine Bremse“, mahnt der Regierungspräsident, „sie können den Verkehr um sich herum komplett ausblenden.“ Das bedeutet: Kinder sind im Straßenverkehr absolut unberechenbar. Das weiß auch der Gesetzgeber, weshalb es in der Straßenverkehrsordnung heißt: Fahrzeugführer müssen sich gegenüber Kindern so verhalten, dass eine Gefährdung ausgeschlossen ist. Aufpassen!

Schulweg mit den Kindern üben
Besonders wichtig ist auch, dass die Eltern mit ihren Kindern den Schulweg gründlich einüben. Dabei muss der kürzeste Schulweg nicht unbedingt der sicherste sein. Sinnvollerweise sollte der Schulweg unter „realen Bedingungen“ trainiert werden: eben nicht am ruhigen Wochenende, sondern gerade im morgendlichen Berufsverkehr.

Auffällig ist: In den letzten Jahren gibt es immer weniger „klassische“ Unfälle von Schülern, die den gesamten Weg zu Fuß zurücklegen, und immer mehr Unglücke, die auf der Fahrt zur Schule im Auto der Eltern passieren. Tatsächlich fahren nach wie vor Eltern ihre kleinen Kinder durch die Gegend, ohne sie sicher auf Kindersitzen oder Sitzerhöhungen anzuschnallen. Viele scheinen zu glauben, dass auf der kurzen Strecke nicht viel geschehen kann – ein Irrtum, der allzu oft verhängnisvoll ist.

„Kinder sind das Kostbarste, was wir haben“, sagt Beinhofer, „wir müssen alles tun, um sie zu schützen.“ Sein Dank gilt daher insbesondere den Schülerlotsen, Schulweghelfern, Schulbusbegleitern und Schulbuslotsen, die sich in vorbildlicher Weise – und dazu ehrenamtlich - für die Sicherheit der Kinder einsetzen.

Solche Schulwegdienste sind die wirkungsvollste Maßnahme, wenn es um die Unfallverhütung geht. Deshalb werden ehrenamtliche Schulweghelfer auch in Unterfranken immer gesucht. Die Regierung von Unterfranken bittet alle Bürger, über ein Engagement im Schulwegdienst nachzudenken; Interessierte können mit der Polizeiinspektion vor Ort, der kommunalen Verwaltung, der Verkehrswacht oder der Schule in der Nähe Kontakt aufnehmen.

Aufklärung zahlt sich aus
Insgesamt ist in Bayern die Anzahl der Schulwegunfälle seit Jahren tendenziell rückläufig – auch dank der nachhaltigen Aufklärungsarbeit von Landesverkehrswacht und Polizei, der Verkehrserziehung in der Schule sowie des engagierten Einsatzes von Schulweghelfern und Schülerlotsen. Noch 1972 ereigneten sich in Bayern 1.131 schwere Schulwegunfälle, dabei wurden 1.165 Schulkinder verletzt und 35 getötet.

Weitere Info: www.verkehrssicherheit.bayern.de und www.polizei.bayern.de (ruf)
Bild: www.pixelio.de
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