22 neue Ehe-, Familien- und Lebensberater

22 neue Ehe-, Familien- und Lebensberater aus neun Diözesen haben im Jugendbegegnungshaus Windrad in Würzburg ihr Diplom erhalten. Mit ihnen freut sich auch Christine Endres (3. von links), Leiterin des Bereichs Diakonische Pastoral und Sonderseelsorge der Diözese Würzburg. (Foto: pow)
Bei einer Abschlussfeier im Jugendbegegnungshaus Windrad im Würzburger Stadtteil Heuchelhof haben 22 neue Ehe-, Familien- und Lebensberater aus neun (Erz-)Diözesen ihr Diplom erhalten. Alle haben zuvor einen vierjährigen berufsbegleitenden Weiterbildungskurs absolviert.

Pastoralreferentin Christine Endres, Leiterin des Bereichs Diakonische Pastoral und Sonderseelsorge der Diözese Würzburg, und Bernhard Plois, Beauftragter der Bundesarbeitsgemeinschaft für Beratung, überreichten die Diplome. Die Teilnehmer kamen aus den (Erz-)Diözesen Aachen, Augsburg, Dresden-Meißen, Eichstätt, Erfurt, Fulda, Freiburg, Paderborn und Würzburg.

Die Abschlussfeier begann mit einem Wortgottesdienst. In ihrer Predigt bezog sich Endres auf das Evangelium, in dem Jesus am Sabbat den Mann mit der gelähmten Hand heilt. Ähnlich wie Jesus das Potenzial der Menschen sehe, gehe es auch in der Beratung darum, die Ratsuchenden zu ermutigen, ihre Potenziale zu entdecken. Sie wünschte den Eheberatern „einen offenen Blick und ein weites Herz“ für ihre künftige Tätigkeit in den Beratungsstellen.

Weiterbildungsleiter Erhard Scholl betonte, dass dieser Kurs eine hohe Qualität gehabt habe. Den Teilnehmern sei mit guten Gründen die Befähigung bescheinigt worden, Paare, Einzelpersonen und Familien qualifiziert zu beraten. Die Mentoren Renate Oetker-Funk, Ulrich Schlude-Nießen, Sylvia Betscher-Ott und Silvia Bickel-Renn lobten die hohe Motivation der Kursteilnehmer. Wolfgang Scharl gab einen launigen Rückblick auf die Weiterbildung: Man habe beispielsweise erfahren, wie leicht Türen zu Bruch gehen können. Er schilderte die Weiterbildung als „sehr intensive Zeit“. Integration sei in zweifacher Weise erfolgt: Die Weiterbildung habe tiefenpsychologische und systemische Zugänge integriert, sei aber durch die Teilnehmer aus neun Diözesen auch integrativ für Ost und West gewesen.

Heinz Rüschstroer, Fachreferent für Ehe-, Familien- und Lebensberatung der Diözese Würzburg, gab einen kurzen Überblick über die Situation der Beratungsarbeit. So stünden partnerbezogene Probleme in etwa 50 Prozent der Fälle auf der „Problemliste“, mit der die Klienten sich an die EFL-Beratungsstellen wenden. Er wünschte den neuen Beratern, dass sie genau zuhören, die Anliegen der Ratsuchenden ernst nehmen und es ihnen gelingen möge, immer eine wertschätzende Atmosphäre zu schaffen.

Christian Maschke, Fachreferent der Diözese Erfurt, dankte stellvertretend für alle Fachreferenten der an der Weiterbildung beteiligten Diözesen der Diözese Würzburg. Es verdiene alle Hochachtung, dass die Diözese Würzburg für die Durchführung dieses Kurses die Verantwortung übernommen und entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt habe. Er dankte auch Thomas Ziegler, der als ehemaliger Fachreferent der Diözese Würzburg diesen Kurs mit initiiert habe.

Plois hob hervor, dass die Weiterbildung gut organisiert gewesen sei. Neben ihrer Beratungstätigkeit stünden die Berater nun vor der Herausforderung, in Kirche und Gesellschaft zu vermitteln, dass sie mit dieser qualifizierten Weiterbildung Ratsuchenden wirkungsvoll helfen können. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Carsten Vollmuth (Tuba) und Manfred Teuber (Piano) mit Werken von Händel, Bach und modernen Stücken.
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