200 Gäste beim Neujahrsempfang des Bürgerforums

V.l.: Thomas Schrenk (Fraktionsvorsitzender und Stadtrat), Charlotte Schloßareck (Stadträtin und Oberbürgermeisterkandidatin), Dr. Helmut Strohmeier (Stadtratskandidat).
Mit etwa 200 Gästen war der Neujahrsempfang des Bürgerforums Würzburg gut besucht und bot den Anwesenden aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Kultur nicht nur die übliche Neujahrsrede.
Direkt aus Brüssel kam der stellvertretende Generaldirektor für Forschung und Innovation der EU-Kommission, Dr. Rudolf W. Strohmeier. Das Thema „Welche Chancen bieten sich für die Europa- und Hochschulstadt?“ kam dem erst kürzlich erworbenen Titel „Stadt der jungen Forscher 2014“ zugute. Der gebürtige Würzburger gratulierte nicht nur, sondern stellte auch die Frage nach der Ernsthaftigkeit von Aktivitäten, wenn das Ergebnis aus seiner Sicht nur mäßig sei: Universitätsranking, Exzellenzstatus, wenige Spin-offs zeigten, dass die Stadt in Kooperation mit den Hochschulen noch einige Hausaufgaben zu bewältigen habe, wenn sie den Anschluss als Stadt der Forscher nicht verlieren wolle.
Wenn Würzburg im Vergleich zu andern Städten schwach abschneide, sei dies sicherlich auch durch die verkehrsmäßige Randlage der Stadt zu erklären. Allerdings sei es schon frappierend, dass etwa die Strecke von Brüssel nach Paris in nahezu der gleichen Zeit per Bahn zu bewältigen sei wie die Strecke von Würzburg nach Frankfurt, obwohl diese nur ein Drittel so lang ist. Gar erschreckend sei, dass im Festspielkalender 2013 das Mozartfest nicht unter den besten deutschen Festspielen gelistet ist. Insgesamt gelte es also, ein Konzept zu entwickeln, dass exzellente Forscher an den Standort lockt und auch eine hohe Attraktivitätsrate aufweist zum dauerhaften Bleiben.
Diese Statements passten gut in das Motto der Ansprache von Charlotte Schloßareck, deren Ziel es ist, dass die Menschen in Würzburg endlich sagen können: „In Würzburg geht´s voran.“ Insbesondere verkehrstechnisch sollte das Wissen und die Kompetenz ortsansässiger Forschern und Experten genutzt werden: „Was hindert die Verantwortlichen eigentlich daran, gemeinsam mit den Experten zu beraten, wie die zukünftige Verkehrsführung in Würzburg besser laufen kann?“, so die Oberbürgermeisterkandidatin. Gemeinsam mit den Forschern könnten dann möglicherweise auch Forschungsgelder gewonnen werden, die zu intelligenten und zügigen Lösungen führen.
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