Reitsport: Auch für Späteinsteiger perfekt geeignet

Wer hat als Kind nicht davon geträumt mit einem Pferd am Strand entlang zu galoppieren, mit wehender Mähne und im Augenwinkel eine Träne vom Fahrtwind. Für viele Kinder bleibt es ein Traum, weil z.B. die Eltern es nicht finanzieren können, später nimmt dann die Schule, die Ausbildung und der Beruf viel Raum ein und es bleibt oft wenig Zeit sich seine Träume und Wünsche zu erfüllen.

Doch auch im fortgeschrittenen Erwachsenen Alter kann man noch mit dem Reiten beginnen. Dieser Sport ist nicht nur ein guter Ausgleich um vom stressigen Alltag abzuschalten, auch für den Körper bringt es viele gesundheitliche Vorteile. Alleine der Umgang mit dem Pferd bedingt, dass man viel draußen an der frischen Luft ist, was dem eigenen Immunsystem gut tut. Beim Reiten selbst wird fast jeder Muskel beansprucht und auch der Gleichgewichtssinn enorm trainiert und geschult. Selbst Menschen mit Rückenbeschwerden empfinden die dreidimensionale Bewegung auf dem Pferderücken als sehr angenehm, weil muskuläre Verspannungen gelöst werden.

Neben dem etablierten Würzburger Reitvereine gibt es in und um Würzburg verschiedene Reiterhöfe und Reitschulen bei denen man das Reiten lernen kann. Zu Beginn startet man in der Regel mit einigen Longenstunden. Der Reitlehrer hat das Pferd an einer langen Leine und lässt es im Kreis um sich herum laufen. Der Reitschüler kann sich so voll und ganz auf sich selbst und seinen Körper konzentrieren, denn das Pferd wird durch den Reitlehrer kontrolliert. So eine Longenstunde ist meisten 30 Minuten lang und kostet zwischen 17 und 20 Euro.

Hat der Reitschüler sein Gleichgewicht in allen drei Grundgangarten auf dem Pferderücken gefunden und kann die Bewegungen geschmeidig mitgehen, wird er von der Longe entlassen und bekommt selber Zügel in die Hand. Nun lernt er, wie das Pferd zu dirigieren und zu kontrollieren ist. Diese Reitstunden finden zu meist in kleinen Gruppen mit 4 bis 6 Reitern statt. Die Preise für eine Reitstunde auf einem Schulpferd liegen zwischen 13 und 22 Euro für Erwachsene. Je nachdem, ob man Mitglied im Reitverein ist und je nachdem wie groß die Gruppen sind, schwanken hier die Preise entsprechend.

Breitensportwettbewerbe für Freizeitreiter

Als Späteinsteiger hat man selten noch die Ambitionen sein Können auf Dressur- oder Springturnieren unter Beweis stellen zu müssen. Doch auch wer das Reiten als Freizeitsport betreibt, kann an breitsportlichen Wettbewerben teilnehmen. Hier steht der Spaß und die Freude im Vordergrund und nicht die reiterliche Leistung. Sehr viel Spaß bringt z.B. die Teilnahme an einer Reiterrally. Hier reitet man meistens in 2-er Teams entlang einer festgelegten Strecke durchs Gelände und muss dabei verschiedene Stationen finden und dort Geschicklichkeitsaufgaben erfüllen. Das kann so etwas sein wie Dosenwerfen vom Pferd aus oder Wäsche vom Pferderücken aus aufhängen.

Wichtig ist, dass man den richtigen Weg findet, sonst findet man nicht alle Stationen und man kann keine Punkte sammeln. Am Ende kommt es darauf an, welches Team an den Stationen die meisten Punkte gesammelt hat und nicht wer die Strecke am schnellsten geritten ist. Zum Abschluss gibt es manchmal noch einen Fragebogen mit verschiedenen Fragen, meistens zu Pferdethemen. Auch dieser Fragebogen geht in die gesamt Bewertung mit ein. Bei einem abschließenden gemeinsamen Essen und gemütlichen Beisammensein wird die Siegerehrung vorgenommen.

Natürlich geht Reiten auch ganz ohne Wettbewerbe. Gerade wer beruflich stark eingespannt ist, hat oft keine Lust auf Wettbewerbe jeglicher Art und möchte einfach bei einem Ausritt durch die Natur entspannen und Abschalten. So geht es auch Nadine Nitsche der Firma Kristallkraft Naturprodukte, Hersteller von Ergänzungsfuttermitteln für Pferde, „Wenn ich mit meiner Jakira durch den Wald und entlang der Felder reite, fällt jegliche Anspannung von mir ab, ich liebe es.“

Um den Ansprüchen der wachsenden Zahl von Freizeitreitern gerecht zu werden, haben sich viele Reitbetriebe inzwischen entsprechend aufgestellt und bieten Reitunterricht an, bei dem es nicht um die perfekte Dressurlektion geht, sondern um den sicheren Umgang mit dem Pferd. Denn auch wer Reiten „nur“ als Freizeitsport betreibt, braucht eine reiterliche Ausbildung und die erwirbt man in qualifizierten Reitvereinen oder Reitbetrieben. So bringt das Hobby Reiten nochmal so viel Spaß.
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