Multitalent Osmosewasser – Welche Vorteile bietet das Wasserfiltern?

Osmosewasser
 
Osmoseanlage

Osmosewasser ist ein Begriff, der irgendwie nicht natürlich klingt und der bisher nur in der Aquaristik von Bedeutung gewesen ist. Doch mittlerweile gibt es immer mehr Menschen, die Osmosewasser auch selbst als Lebensmittel verwenden. Doch was ist eigentlich Osmosewasser?

Eigentlich ist der Begriff Osmosewasser physikalisch gesehen nicht ganz korrekt. Denn Osmose ist ein physikalischer Vorgang in der Natur für einen Ausgleich. Osmosewasser jedoch entsteht nicht durch einen solchen Ausgleich, sondern genauer gesagt durch eine Umkehrosmose, also dem genauen Gegenteil der Osmose. Dieser Prozess wird beispielsweise angewendet, um dem Meerwasser das Salz zu entziehen. Entscheidend ist also das, was nach der Umkehrosmose aus dem Osmosewasser wird, nämlich hochgradig sauberes Wasser.

Warum wir Osmosewasser trinken sollten

Unsere Gesundheit ist etwas, das auf die optimale Zusammenarbeit verschiedener Faktoren angewiesen ist. So wie auch Zahnräder einer Uhr perfekt ineinandergreifen müssen, so ist dies auch in unserem Körper notwendig, damit wir gesund bleiben. Damit unser Körper allerdings gesund bleibt, sind einige Faktoren zu beachten, wie etwa eine ausreichende und vor allem regelmäßige Versorgung mit Nährstoffen und eine schnelle und zuverlässige Ausscheidung von Giftstoffen. Genau hier kommt Osmosewasser zum Einsatz, denn es sorgt dafür, dass genau diese Prozesse optimal in unserem Körper ablaufen können. Denn das reine Wasser beinhaltet nur wenige gelöste Stoffe.

Die Umkehrosmose ist ein sehr effektives und zuverlässiges Verfahren, um reines Wasser herzustellen. Denn in unserem Leitungswasser können mitunter weit über 30.000 Stoffe gelöst sein, gerade einmal 32 davon werden durch die Trinkwasserordnung geprüft, bei Tafel- und Mineralwasser sind es sogar gerade einmal zehn Inhaltsstoffe. Durch die Umkehrosmose können inzwischen dank ausgereiften Filtersystemen bis zu 99,9 Prozent aller im Leitungswasser gelösten Stoffe herausgefiltert werden. Bei vielen dieser Stoffe handelt es sich um Schadstoffe wie etwa Schwermetalle, Pestizide oder Nitrate, ja sogar Keime, Pilze und Parasiten. Durch die Umkehrosmose entsteht schließlich reines, weiches Trinkwasser, welches ein optimales Transportmittel für unseren Körper darstellt. Denn es löst Nährstoffe aus unserer Nahrung und befördert diese zu den Zellen, wo sie dringend benötigt werden. Außerdem werden Giftstoffe zu den Nieren befördert und schließlich ausgeschieden.

Welche Arten von Osmoseanlagen gibt es?

Für die Herstellung von Osmosewasser sind entsprechende Osmoseanlagen notwendig. Schon seit vielen Jahren gibt es bereits solche Anlagen, die in der Regel ein 5-stufiges Filtersystem verwenden und über einen Wassertank verfügen, in dem das gefilterte Wasser gespeichert wird, bis es bei Bedarf abgezapft werden kann. Nun haben solche Systeme mit Wassertank jedoch leider den Nachteil, dass der Wassertank zur Verkeimung neigt und deshalb regelmäßig desinfiziert werden sollte. Meist funktionieren solche Anlagen auch nur bei einem Arbeitsdruck von etwa 3,5 bis 4 bar.

Daneben gibt es auch Osmoseanlagen ohne Tank, bei denen das Wasser immer erst dann gefiltert wird, wenn es benötigt wird. Allerdings haben diese eine geringere Durchlaufgeschwindigkeit. Der wesentliche Vorteil ist jedoch, dass das Wasser nicht abstehen oder verkeimen kann.


Was ist beim Kauf einer Osmoseanlage zu beachten?

Mittlerweile gibt es auf dem Markt sehr viele verschiedene Anbieter von Osmoseanlagen, was es den Interessenten nicht unbedingt einfach macht, sich für eine geeignete Anlage zu entscheiden. Deshalb sollte man unbedingt auf die folgenden Punkte achten.

1. Keimsperre

Sehr häufig kommt es an Osmoseanlagen zu einer Verkeimung. Schuld daran ist die Tatsache, dass unser Leitungswasser in der Regel nicht gechlort wird, um Keime abzutöten. Damit diese Keime nun aber nicht in die Osmoseanlage gelangen und sich dort ausbreiten können, sollte die Anlage über eine Keimsperre verfügen, bei der es sich um eine spezielle Ultrafiltrations-Membrane handelt.

2. Vorfilter

Selbstverständlich sollte auch ein Vorfilter nicht fehlen. Denn durch ihn gelangen gar nicht erst so viele Verunreinigungen in die Anlage, wodurch die Lebensdauer der Keimsperre deutlich verlängert wird.

3. Osmosemembran

Je hochwertiger die Qualität der Osmosemembran, desto höher die Leistungsfähigkeit der Anlage. Beim Kauf einer Osmoseanlage sollte die Leistungsfähigkeit der Membrane so hoch wie möglich sein – ein Wert von 500 GPD ist ideal. Membrane mit einem niedrigeren Wert lassen auch nur eine geringere Wassermenge pro Minute durch, weshalb man am Ende umso länger vor dem Zapfhahn steht.

4. Material der Zuleitung

Preisgünstige Osmoseanlagen bestehen häufig aus einem recycelten Kunststoff, der mit Schadstoffen belastet sein kann, die schließlich wieder an das Wasser abgegeben werden. Leider wird dieser Kunststoff schnell brüchig, ein Defekt ist also absehbar. Oftmals fehlt auch die Keimsperre vollständig.

5. Wasserstopp

Um einen möglichen Wasserschaden zu vermeiden, sollte eine Osmoseanlage stets über einen Wasserstopp mit elektrischer Sensortechnik verfügen.

6. Beratung und Standort

Da es immer mal vorkommen kann, dass eine Osmoseanlage einen Defekt erleidet, oder etwas nicht so funktioniert wie es soll, sollte der Hersteller leicht erreichbar sein. Deshalb sollte man darauf achten, dass dieser seinen Sitz in Deutschland hat. Denn nur so ist ein rascher Support möglich.

Weiterführende Informationen zum Thema Osmose & Wasserfilter auf wasserfilter-experten.de
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