Immer unter Strom – welche Powerbank passt?

Wenn das Ziel auch noch nicht ganz erreicht ist, so sind die Hersteller von elektronischen Geräten immerhin auf dem richtigen Weg. Es geht in diesem Artikel natürlich um Powerbanks und ihre Vorteile, wobei jedoch kurz eine Problematik beleuchtet werden soll, die Produzenten und Nutzer seit Jahren beschäftigt. Dabei handelt es sich um die Schnittstellen, über die Smartphones, E-Zigaretten, Navis, Kameras und vieles mehr mit Ladegeräten, Powerbanks oder einem Computer verbunden werden.

Tatsächlich hat sich das EU-Parlament im Jahr 2014 darauf geeinigt, das ab 2017 zumindest für Handys ein einheitlicher Standard gelten soll. Allerdings wurde nicht festgelegt, welcher der aktuell vielen Verbindungsstecker zum gesetzlich vorgeschriebenen Standard wird. Es kann natürlich auch sein, das bis dahin Entwicklungen auf dem breiten Markt sind, die das Gezerre um die richtige Schnittstelle von sich aus erledigen, etwa die bereits marktreife kabellose Aufladung. Aber auch da streiten bereits vier unterschiedliche Standards um den Markt und vielleicht kommen noch mehr dazu. Aktuell hat mit großem Abstand der Qi-Standard die Nase vorn. Außerdem ist die Bereitstellung elektrischer Energie mittels induktiver Übertragung nicht so effektiv wie das althergebrachte Kabel. Dieses Problem wird den Kunden also noch eine ganze Weile beschäftigen. Ein weiteres Problem sind elektronische Geräte, denen der Saft ausgeht und weit und breit keine Möglichkeit, den Akku zu laden. Dazu kommt, dass während der Ladezeit der elektronische Helfer nicht zur Verfügung steht. Doch dafür gibt es:

Powerbanks, tragbare Energiespeicher für mobile Geräte.

Bevor es nun darum geht, welche Powerbank für welches Gerät die geeignete Lösung darstellt, zuerst ein kleiner Überblick, wie sich eine Powerbank zusammensetzt und welches Herz beziehungsweise welcher Energiespeicher in ihr schlägt. In der Regel handelt es sich um einen oder mehrere Lithium-Polymer-Akkus, die im technischen Aufbau mit Lithium-Ionen-Akkus identisch sind, doch statt des flüssigen Elektrolyts eines auf Polymerbasis nutzen. Das kann mit wartungsarmen und wartungsfreien Autobatterien verglichen werden. In den wartungsarmen Batterien befindet sich ein nachfüllbares Wasser-Schwefelsäuregemisch, in den wartungsfreien, fest verschlossenen Batterien ist die Schwefelsäure in Gel-Packs gebunden und kann so nicht auslaufen.

Als meistgenutzte Bauform finden sich in den Powerbanks Akkus des Formfactors 18650. Dabei bezieht sich das englische Wort Factor nicht auf einen Faktor in der deutschsprachigen Begrifflichkeit, sondern auf einen Standard in der Herstellung, abgeleitet von Factory. Ein 18650 Akku besitzt eine zylindrische Form, ist zwischen 65 und 68 mm lang oder hoch und misst zwischen 16 und 19 mm im Durchmesser. Die häufigste Anwendung finden 18650 Akkus in der ursprünglichen Bauform 18,6 x 65,2 mm. Die kleinen Kraftpakete versorgen mittels Powerbanks übrigens nicht nur Kameras oder Tablets mit Energie, in den Elektroautos Tesla Roadster und Tesla S sorgen sie in entsprechender Anzahl dafür, dass die E-Autos Fahrspaß pur bieten. Aktuell bieten die 18650 Akkus zwischen 1500 und 3400 mAh an Speicherleistung bei 3,7 V.

Im Vergleich dazu können herkömmliche AA-Akkus auch bis zu 2700 mAh aufbringen, dies jedoch bei nur 1,2 V. Genau hier ist der wesentliche Unterschied zu sehen. Eine Powerbank hat den Zweck, möglichst schnell und ausdauernd Energie zur Verfügung zu stellen und dies in kompakter Bauform. Obwohl AA-Akkus etwa nur halb so groß wie 18650 Akkus sind, eignen sie sich aufgrund der um weniger als die Hälfte geringeren Spannung für diese Aufgabe nicht so gut. Selbst wenn beispielsweise in einer Powerbank statt zwei 18650 Akkus vier AA Akkus verbaut wären, würde sich bei gleicher mAh eine geringere Leistungsausbeute ergeben. Das größere Baumaß der 18650 Akkus erlaubt zudem höhere Ladezyklen. Powerbanks für jeden Bedarf Das weitaus größte Einsatzgebiet für die Powerbank ist das Smartphone oder das Tablet, denn wenn selbst schon in Flugzeugen W-Lan zur Verfügung gestellt wird, so sucht der Internetsurfer oft vergeblich nach einer Steckdose für sein Ladegerät.

Dementsprechend bieten kleinere Powerbanks ein Leistungsspektrum von etwa 4000 mAh. Diese Geräte zeichnen sich oft durch eine sehr flache Bauweise aus und sind dementsprechend mit LiPo-Zellen ausgestattet, die durch ihre flache Form dem schlanken Design Rechnung tragen. Je nach Energiebedarf reicht eine vollgeladene Powerbank mit 4000 mAh für 1 bis 1 1/2 Ladungen eines modernen Smartphones oder eines anderen Gerätes, etwa einem MP3-Player. Höhere Leistungssphären bieten sich mit Powerbanks bis 6800 mAh, die üblicherweise 2 Akkus des Factors 18650 enthalten. Auch bei diesen Geräten stehen zur Anwendung Smartphones im Vordergrund, wobei sich die Bauformen der Powerbanks sehr stark unterscheiden und vom Power Case reichen, das dem Handy gleichzeitig als Schutzhülle und Zusatzstromversorgung dient, über Design, das sich an Helden und Figuren aus Comics und Animationsfilmen anlehnt. Für Abenteurer finden sich zudem schlanke Geräte, die Stoß-, Staub- und Wasserdicht sind. Leistungsstarke Smartphones können mit derartigen Powerbanks etwa 2 bis 3mal geladen werden.

Viel mobile Energie

Darüber hinaus bieten Powerbanks so viel mobile Energie, wie es tragbare Geräte gibt, die genau so viel oder mehr Energie benötigen. Das sind heute vor allem Laptops oder Notebooks, Spiegelreflexkameras oder Systemkameras, E-Zigaretten, GPS Geräte, GoPro genauso wie der Akku-Rasierer oder akkubetriebene Küchengeräte vom Stabmixer bis zur Kaffeemaschine. Powerbanks können Leistungskapazitäten, je nach Anzahl der darin verbauten Akkus, von über 20.000 mAh besitzen (Quelle). Das genügt locker für einen frisch aufgebrühten Espresso in der wildesten Wildnis, ohne dafür mühsam ein Feuer entzünden zu müssen. Mobilität erhält einen immer höheren Stellenwert und Powerbanks bieten die notwendige Reserve an Energie, wenn die im Gerät verbauten Akkus nicht mehr ausreichen. Das eingangs erwähnte Problem der unterschiedlichen Stecker wird dadurch gelöst, dass die Hersteller der Powerbanks in der Regel entsprechende Kabel-Adapter gleich mitliefern und irgendwann ist auch dieses Problem so clever gelöst, wie es Powerbanks jetzt schon sind.
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