Hygiene-Tipps für Unterwäsche und Bademode aus dem Ladengeschäft

(Foto: © Maksim Shmeljov - shutterstock.com)

Der Sommer ist heiß und längst hat im lange erwarteten Sommerschlussverkauf der Run auf angesagte Bikinis, Badeanzüge und darüber hinaus auf schöne Unterwäsche eingesetzt. Die Geschäfte sind voll und es wird gekauft und anprobiert, soviel es nur geht. Doch welche versteckten Gefahren lauern beim Kauf von Unterwäsche? Das Team von calida-muenchen.de hat sich mit dieser Frage auseinandergesetzt und einige hilfreiche Tipps zusammengestellt.

Vorsicht beim Kauf von Unterwäsche!

Eigentlich wird eingekauft, „was das Zeug hält“ - aber diese Formulierung weckt bestenfalls Assoziationen an die Belastbarkeit der Textilien. „Bis der Arzt kommt“ scheint angebrachter, haben neue amerikanische Marktuntersuchungen doch erschreckende Ergebnisse zum Hygienezustand von Kleidungsstücken aus Modeboutiquen und Kaufhäusern erbracht.
Dabei fanden die Forscher jede Menge an gefährlichen Verunreinigungen - Fäkal- und Atemwegsbakterien, diverse Hautpartikel, Hefen und andere Vaginalorganismen inbegriffen. Besonders schlimm betroffen waren Unterwäsche und Bikinihöschen.
Ob Nobelboutique oder Billigkaufhaus - die Ausrichtung des Textilgeschäftes hatte keinerlei Einfluss auf die erschreckenden Untersuchungsergebnisse. Denn wo immer auch Menschen Kleidungsstücke und insbesondere Unterwäsche einfach so anprobieren, sind die genannten Rückstände aufzufinden.
Eine Differenzierung gibt es aber doch: Je knapper der Bikini, umso größer die Bakterienbelastung - freizügigere Teile werden auch freizügiger anprobiert. Um zu sehen, wie die neue Bademode am Strand wirkt, lässt Frau schon mal die Unterwäsche ganz weg.

Die große Gefahr beim Unterwäsche-Kauf?

Wegen des starken Immunsystems der meisten Menschen werden die fremden Erreger in Bikinis und Wäscheteilen einfach abgewehrt. Deswegen erkrankt man nicht sofort, wenn man mit den Bakterien in Kontakt kommt.
Aber ein Restrisiko bleibt: Fäkalbakterien sind in der Lage, Hepatitis A, Durchfälle oder andere Krankheiten zu übertragen. Darüber hinaus können Salmonellen, Norovieren oder andere Erreger Magen-Darm-Grippe und weitere Krankheiten auslösen.
Gegen diese Risiken kann man ganz einfach etwas tun:

Unterwäsche tragen und neue Teile waschen!

Wer seine frische Unterwäsche ganz einfach beim Anprobieren anlässt und sie nach der Shoppingtour am besten sofort auswäscht, ist auf der sicheren Seite.
Weil der nagelneue Bikini aus der Modeboutique ähnlich keimbelastet ist wie sein Pendant aus dem Secondhand-Shop, gehört er zunächst in die Waschmaschine – erst dann geht es ins Schwimmbad oder an den Strand. Durch den Waschvorgang werden die verschiedensten Textilien gründlich von gefährlichen Bakterien befreit.
Übrigens sollten auch die Herren ihre neuen Badehosen vor dem ersten Tragen auswaschen – egal, ob sie die vorher anprobiert hatten oder nicht. Denn auch schon bei der Herstellung können Verunreinigungen auftreten.

Hände waschen nicht vergessen!

Das Auswaschen der neuen Bikinis und Wäscheteile reicht nicht. Wichtig ist es, auch sich selbst zu reinigen. Wenn man die verkeimten Kleidungsstücke angefasst hat, ist das gründliche Händewaschen das Wichtigste.
Logisch: Ungewaschen sollte man nach der Bikinianprobe nichts essen.
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