Charles Deville Wells, die wohl bekannteste Roulette-Persönlichkeit

Im Folgenden wird eine bekannte Roulette-Persönlichkeit beschrieben. Roulette ist ein klassisches Glücksspiel, dessen Wurzeln bis weit in das 17 Jahrhundert zurückführen. Tipps und Tricks zum erfolgreichen Roulette spielen finden Interessierte auf http://www.dieachse.com.

1863 erhielt der französische Mathematiker und Finanzier Francois Blanc eine 50-jährige Lizenz für das Betreiben eines Spielcasinos in Monte Carlo. Genau zu dieser Zeit gab es einen Zeitungsbericht, der darüber berichtetet, dass es einen sensationellen Roulette-Gewinn gegeben hatte, was Blanc dem Grunde nach begeisterte, denn er nahm dies als kostenlose Werbung für sein Casino und es war äußerst wirksam. Eine noch bessere Nachricht hätte nur noch die sein können, dass jemand die „Bank sprengen“ würde.

Dieser Ausdruck stammt aus dem Französischen „Faire sauter la banque“, was wörtlich „die Bank sprengen“ bedeutet. Um die Bank zu sprengen, müsste ein Spieler mehr Jetons gewinnen, als auf dem Tisch liegen. In einem solchen Fall sah es die Regel vor, ein schwarzes Tuch über dem Tisch auszubreiten. Allerdings hatte es bis zu jenem Zeitpunkt niemand je geschafft, auch nur in die Nähe eines solchen Gewinnes zu gelangen, der die gesamten Reserven des Casinos beanspruchen würde.

1891 jedoch betrat ein gewisser Charles Deville Wells mit 4.000,00 Pfund das Casino in Monte Carlo, der kurz zuvor gutgläubige Investoren betrogen hatten, die glaubten, sie hätten in ein „musikalisches Springseil“ investiert.

Deville gelang unter anderem ein Gewinn auf die Nummer „5“, die tatsächlich fünfmal hintereinander fiel. Nun setzte Francois Blanc mehrere Detektive auf ihn an, die jedoch keinerlei Unregelmäßigkeiten feststellen konnten. Blancs Misstrauen war durchaus begründet, denn er selbst machte sein erstes Vermögen mit Insidergeschäften an der Pariser Börse. Durch Beamtenbestechung kannte er Kursschwankungen bereits als erstes und nutzte diese Informationen geschickt für sich aus.

Deville selbst versicherte später immer wieder, dass es sich lediglich um eine Glückssträhne handelte. Bei dem von ihm gespielten System handelte es sich um das Martingale System, bei dem die Einsätze jeweils verdoppelt werden, um Verluste auszugleichen. Hauptberuflich war Wells ein brillanter Ingenieur, der unter anderem auch ein Verfahren erfand, um den Verbrauch von Dampf-Schiffen zu senken. Außerdem verfügte er über ein enormes Maß an Überzeugungskraft, was er nutzte, um immer wieder wohlhabende Menschen zu überreden, in seine Erfindungen zu investieren.

1892 reiste Wells mit seiner Geliebten erneut auf einer dampfbetriebenen Yacht nach Monte Carlo. Seinen Investoren erzählte er, dass er die Yacht zum Testen einer neuen Erfindung benötigte. In Monte Carlo angekommen, sprengte er die Bank sechs weitere Male. Doch dann verlor er sein gesamtes Geld sowie leider auch das Geld seiner Investoren.

Nach einigen Jahren Gefängnis wegen Betruges und einer Immigration nach Frankreich starb Wells im Jahre 1926 völlig verarmt in Paris. 1935 gab es einen Film namens „The Man Who Broke The Bank In Monte Carlo“.
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