Positive Arbeitsmarktentwicklung in Mainfranken

Mainfranken befindet sich auf einem guten Weg. Die IHK Würzburg-Schweinfurt legte Ende August ihren aktuellen Arbeitsmarktreport vor. Mit dem Report wird der Arbeitsmarkt in Mainfranken umfassend über ein längeres Zeitfenster hinweg analysiert. Aktuelle Zahlen zur Wirtschaftsregion Würzburg, die im Report zu finden sind, zeigen, dass die Entwicklung durchaus überzeugen kann.

Das Fazit der IHK Würzburg-Schweinfurt fällt für die Region Würzburg und Umgebung weitgehend positiv aus. In der Zeit von 2007 bis 2014 ist die Arbeitslosigkeit in der Region kontinuierlich von Jahr zu Jahr gesunken. Insgesamt sank die Zahl der Erwerbslosen um rund 7200 Personen, was wiederum einem Minus von beinahe 29 Prozent entspricht, das über die gesamten sieben Jahre erzielt wurde. Die IHK berücksichtigt für ihre aktuelle Studie die Entwicklung in insgesamt sieben Landkreisen Unterfrankens. Besondere Aufmerksamkeit genossen dabei die beiden regionalen Oberzentren Schweinfurt und Würzburg.

Unternehmen bekommen positive Effekte zu spüren

Doch nicht nur die Fachkräfte, sondern auch die Unternehmen selbst, bekommen die positiven Effekte des mainfränkischen Arbeitsmarkts zu spüren. Die Region gilt bei Fachkräften als beliebt. Firmen in der Region finden neben einer soliden Infrastruktur auch gut qualifizierte Mitarbeiter. Innerhalb der Region gibt es jedoch erhebliche Unterschiede, die vorrangig der wirtschaftlichen Struktur geschuldet sind. So profitieren vor allem einzelne Regionen von der positiven Entwicklung. Sascha Genders, IHK-Bereichsleiter für die Bereiche Unternehmensführung, Existenzgründung sowie Standortpolitik, unterstrich allerdings, dass seit 2007 von einem durchaus bemerkenswerten Gesamtfazit gesprochen werden kann.

Weniger Frauen arbeitslos als Männer

Auch wenn die Gesamtsituation insgesamt positiv ist, zeigen sich mit Blick auf die Arbeitsmarktsituation erhebliche Abweichungen. So gibt es beispielsweise weniger arbeitslose Frauen als Männer. Besonders deutlich war dies 2009 zu erkennen. Im Krisenjahr waren deutlich mehr Männer von der Arbeitslosigkeit betroffen als Frauen. Dies liegt vor allem an den typischen Beschäftigungsfeldern der Männer.

Demnach arbeiten Männer vorrangig in Branchen, die von der Konjunktur abhängig sind. Hierzu gehört beispielsweise das verarbeitende Gewerbe. Dagegen sind Frauen überwiegend im Dienstleistungssektor aktiv, der nicht so stark von der Konjunktur abhängig ist.

Als besondere Form der Wirtschaftsförderung erwies sich von 2008 bis 2010 das Kurzarbeitergeld. Aus dem aktuellen IHK Report geht hervor, dass Unternehmen durch das Kurzarbeitergeld ihre Mitarbeiter in Beschäftigung halten konnten. Darüber hinaus diente diese Leistung auch der Sicherung von Fachkräften, die qualifiziert sind.

Überwiegend junge Menschen konnten profitieren

Von der Entwicklung haben überwiegend junge Menschen profitiert. Ihnen ist es besonders häufig gelungen, einen neuen Arbeitsplatz zu erhalten. Die Zahlen sprechen für sich. 2007 haben in der Region noch insgesamt 3123 junge Menschen einen Arbeitsplatz gesucht. Bis 2014 ging die Zahl jedoch deutlich zurück. Im letzten Jahr suchten gerade einmal noch 1143 Personen einen Job.

Während die Jugendarbeitslosigkeit in der Region deutlich gesunken ist, verlief die Entwicklung bei älteren Arbeitssuchenden gegenteilig. Von 2007 bis 2014 ist die Zahl der Erwerbslosen, die älter als 55 Jahre sind, um insgesamt 1143 gestiegen. Noch immer macht die Gruppe der Über-55-Jährigen einen beachtlichen Teil der Erwerbslosen aus. Ihr Anteil liegt bei rund einem Viertel, genauer gesagt bei 24,9 Prozent. Damit setzte sich ein deutlicher Anstieg durch.

Das Fazit

Insgesamt kann die Region Mainfranken auf eine positive Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsentwicklung verweisen. Doch die Unterschiede auf regionaler Ebene sind nicht von der Hand zu weisen.
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