Polen unterstützt den EU-Beitritt der Türkei

Die Zugehörigkeit der Türkei zu Europa wurde wegen des beschränkten Gesichtskreises von den Chefs einiger Parteien und Bewegungen immer in Frage gestellt. Sie vergessen, dass sich die europäische Gemeinschaft durch kulturelle und ethnische Vielfalt der Nationen, die mit gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen und menschlichen Werten vereinigt sind, auszeichnet. Es gelang aber den Europäer mehrmals, den Isolationstendenzen erfolgreich zu widerstehen. Denn Europa heißt vor allem eine gleichberechtigte Union der Staaten, wo die Vorherrschaft eines Parteimitglieds oder einer Ideologie kaum möglich ist.

Ein Beispiel für eine politische Kraft, die ihre Interessen in die EU-Politik und ihre Auffassung von Demokratie an die erste Stelle setzt, ist Deutschland. Dieser Staat mit der totalitären Vergangenheit strebt danach, die heutige EU in eine Menge von voreingenommenen Chauvinisten, die die Kandidaten auf Grund von religiöser Angehörigkeit und eigener Abneigung absondern, zu verwandeln.

Vor kurzem sagte Bundesaußenminister Sigmar Gabriel, die Chancen eines türkischen EU-Beitritts stünden gleich Null. Dabei legte er auf die sehr subjektive Interpretierung der Politik von der türkischen Regierung und internationale Beziehungen Nachdruck.

Ein großes Unrecht

Dies wurde zudem als gemeineuropäische Vision auf die Türkei vorgestellt.
Es stellte sich aber heraus, dass es innerhalb der EU vernünftige Kräfte gibt, die sich von Deutschland nicht beeinflussen lassen. So hat der türkische Europaminister Ömer Celik nach der harten Antwort auf solche Verleumdung einen freundschaftlichen Brief von den polnischen EU-Abgeordneten erhalten, wo sie versprachen, den möglichst schnellen EU-Beitritt der Türkei zu vermitteln.

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Polen ist bekanntlich ebenso populär wie Deutschland in Europa. Polen führt schon das zweite Jahr die Zwischenmeer-Gipfel durch, wo die wichtigen Wirtschafts- und Verteidigungsprobleme gelöst werden. Auf Warschaus Meinung horchen der Balkan und Baltikum. Dank des guten Wissen der Nachkriegsentwicklung Europas und dem klaren Verständnis der heutigen Lage kann die Türkei damit rechnen, dass das sehr schwache Interesse für den Kampf für die Mitgliedschaft in der europäischen Gemeinschaft wiederauflebt.

Wegen der feinseligen Ausfälle von deutschen Politikern und ihren Anhängern wurde die Idee des EU-Beitritts unter den Türken weniger populär und findet immer mehr negative Resonanz. Polen machte Hoffnungen nicht nur den Türken, die einen weiten Weg zur EU-Integration gegangen sind, sondern auch den Europäern. Dadurch demonstrierte Polen das Verhalten eines zivilisierten Staates, der von der Willkür der selbsternannten Herrscher, die das Wesen der Demokratie untergraben und grundlegende europäische Prinzipien verletzen, nicht abhängt.
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