Pariser Terroranschläge überschatten Neujahrsempfang

Hettstadt (rm). Das Jahr ist noch jung und so es ist nicht verwunderlich, dass sich die Menschen in Stadt und Landkreis Würzburg bei den Neujahrsempfängen die Klinke in die Hand geben. Waren es im letzten Jahr gerade im Hinblick auf die anstehende Kommunalwahl noch markige Reden gewesen, werden in diesem Jahr eher leise Töne angeschlagen. So auch beim Neujahrsempfang der Kreistags-CSU in Hettstadt. Gemeinsam mit einigen CSU-Vertretern begrüßte Landtagsabgeordneter Manfred Ländner die über 400 Gäste in der Her-zog-Hedan-Halle. War in den Vorjahren die Stimmung zum Teil recht überschwänglich ge-wesen, warfen die feigen Terroranschläge in Paris, die die Grundfesten der Demokratie er-schüttert hatten, ihre Schatten auch auf Unterfranken. Statt eine große Rede zu schwingen nutzte Ländner die Gelegenheit, einige wichtige Gedanken zum Jahreswechsel und zu den jüngsten Ereignissen zu formulieren. So warnte er grundsätzlich vor Verallgemeinerungen und Generalverdacht. Es seinen nicht Anschläge von Moslems, das Fehlverhalten von Politikern, Arbeitslosen oder Hartz IV-Empfängern, die Anstoß geben, sondern stets das Verhalten von einzelnen, betonte der Landtagsabgeordnete. Bedauerlicherweise nehme sich unsere Gesellschaft heraus, auf Differenzierung zu verzichten und zu verallgemeinern. Abschließend forderte Manfred Ländner die Besucher des Empfangs auf, sich künftig mehr Zeit zum Differenzieren, Überdenken und zum Miteinander-Reden zu nehmen. Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang vom Hettstadter Musikverein.

Text und Bilder: Rudi Merkl
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