Mit Frankenwein durch den Sommer

Starke Männer und Frauen schleppten Mitte August im Frickenhäuser Kapellenberg einen gut drei Tonnen schweren Muschelkalkblock durch den Weinberg. LWG- Präsident Dr. Hermann Kolesch und einige wackere Winzerinnen und Winzer versuchten es bereits einige Tage zuvor.
Bezirkstagspräsident und Regierungspräsident bereisen das fränkische Weinanbaugebiet
Franken (rm). Rund um den Frankenwein ist immer was los! Selbst in den Ferien oder in Zei-ten größter sommerlicher Hitze tut sich was. So standen die in Kürze zu Ende gehenden Sommerferien ganz im Zeichen des Frankenweins. Den Auftakt bildete Unterfrankens Regie-rungspräsident Dr. Paul Beinhofer, der in diesem Jahr bereits zum 17. Mal das fränkische An-baugebiet bereiste und sich zum Thema „Bewässerung und Auswirkungen des Klimawandels“ informierte. Nach Stationen in der Lage Thüngersheimer Scharlachberg, im Weingut Reiss und beim Beregnungsverband Sommerhausen traf sich die Reisegruppe zu einem Abschlussge-spräch im Weingut Artur Steinmann, wo sich die Teilnehmer schnell einige waren, dass man dringend intelligente und innovative Lösungen brauche, um den zunehmenden Wetterextre-men entgegen wirken zu können. Wenige Tage später ging Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel unter dem Motto „100 Jahre Scheurebe -we salute you!“ auf Sommer-Tour. In den Weingü-tern Emmerich in Iphofen und Hillabrand in Hüttenheim ließ sich Dotzel über die Rebsorte Scheurebe informieren, um die es in den 80er Jahren eher ruhig wurde und die aktuell eine absolute Renaissance erlebt. Dass es in Franken aber nicht nur tolle Weine, sondern auch eine tolle Landschaft gibt, zeigen die rund zehn „terroir f-Punkte“ – magische Orte zum Franken-wein. Einer dieser magischen Orte entsteht momentan im Frickenhäuser Kapellenberg, wo Mitte August über 100 Männer und Frauen einen gut drei Tonnen schweren Muschelkalkblock für das „Abendmahl im Weinberg“ an seinen Bestimmungsort gezogen haben. Aber auch über Frankens Grenzen hinaus finden die terroir f-Orte Beachtung. Und so zeichnete das Deutsche Weininstitut in Mainz kürzlich den Iphöfer terroir f-Punkt mit dem Titel „Schönste Weinsicht 2016“ in Franken aus. „Das sind die Ausblicke, die die Touristen in Erinnerung behalten und mit nach Hause nehmen sollen“, betonte die Fränkische Weinkönigin Christina Schneider bei der offiziellen Auszeichnung im Weinberg. Bevor nun in der nächsten Woche in Franken ganz offiziell die Weinlese eröffnet wird und der „Bocksbeutel PS“ – oder dem Laien auch als der „neue Bocksbeutel“ bekannt, beim Frischemarkt Trabold in der Randersackerer Straße stehen wird, machte die Fränkische Weinkönigin einen Kurzurlaub an der Ostsee. Von wegen Ur-laub! Unsere Weinkönigin ist natürlich immer im Dienst für den Wein und so präsentierte Christina Schneider zusammen mit der Winzervereinigung Fränkisches Gewächs e.V. erlesene Tropfen im bekannten Ostseebad Travemünde.

Text und Bilder: Rudi Merkl
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