Legal Highs vs. Cannabis, Kokain und Co.

     

Auf dem Markt gibt es vielerlei verschiedene Substanzen, die dafür verwendet werden, sich zu berauschen, ein Glücksgefühl auszulösen und sich absolut fallen lassen und entspannen zu können. Einige dieser Substanzen zeigen eine halluzinogene, wieder andere führen sogar zu Wahnvorstellungen. Dabei kann es sich zum Beispiel um solche Substanzen handeln, die speziell für solche Zwecke entwickelt worden sind, aber auch um alltägliche Gebrauchsgegenstände wie etwa

- Klebstoff
- Gas
- Verdünnung
- Spiritus

oder einige andere Stoffe. Zwar werden letztere nicht durch den Gesetzgeber verfolgt und sind auch nicht verboten, doch können sie durchaus enormen Schaden anrichten, wenn sie als Droge missbraucht werden. Doch wo genau ist eigentlich der Unterschied zwischen legalen und illegalen Drogen?


Legale und illegale Drogen – wo ist der Unterschied?

Grundsätzlich wirken erst einmal alle Drogen bewusstseinsverändernd. Dabei spielt es vorerst keine Rolle, ob diese nun legal sind oder illegal. Jede Droge kann bei regelmäßigem Konsum zu einer Gewohnheit führen, allerdings auch mit der Zeit über einen Missbrauch bis hin zur körperlichen Abhängigkeit. Hier zeigen sich also im Grund keine nennenswerten Unterschiede. Im Grunde spielt es auch keine Rolle, ob man nun legale oder illegale Drogen konsumiert, denn alle wirken sie sich unter Umständen über kurz oder lang negativ auf die Gesundheit aus oder bergen gesundheitsgefährdende Risiken und mögliche Nebenwirkungen. Durch welche Drogen eine physische oder sogar psychische Zerstörung der Gesundheit hervorgerufen wird, ist daher also in erster Linie unerheblich.

Illegale Drogen basieren häufig auf Opium oder Kokain. Bei diesen Substanzen gewöhnt sich der menschliche Körper sehr schnell an die konsumierte Menge, weshalb diese schon sehr schnell nicht mehr ausreichen mag und der Konsument schließlich die Dosis erhöht. Irgendwann machen sich dann solche körperlichen Veränderungen beim Konsumenten erkennbar wie zum Beispiel eine veränderte Persönlichkeit, bis es früher oder später schließlich zum Todesfall kommen kann. Konsumenten, die durch illegale Drogen abhängig werden, rutschen häufig in die kriminelle Szene.

Legale Drogen basieren in der Regel auf frei verfügbaren Substanzen, die weder auf einem Index stehen noch durch das Gesetz verboten sind. Häufig handelt es sich bei legalen Drogen lediglich um Aufputschmittel auf häufig synthetischer Basis, bei denen die verwendeten Substanzen lediglich denen von Cannabis oder Opium ähnlich sind.


Welche Drogen sind in Deutschland illegal?

Unter die illegalen Drogen fallen natürliche Substanzen wie etwa

- Kokain,
- Marihuana,
- Morphium oder
- Heroin,

aber auch solche aus synthetischer Herstellung, worunter vor allem solche Designerdrogen wie Crystal Meth oder Ecstasy fallen.


Marihuana, Haschisch und Co.

Ob nun Cannabis, Marihuana oder Haschisch, sie alle haben ihre Basis auf dem indischen Hanf cannabis sativa. Außerdem ist in diesen Drogen der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol enthalten, das auch besser unter der Abkürzung THC bekannt ist. THC ist vor allem wegen der bewusstseinsverändernden Wirkung bekannt. Um Marihuana zu gewinnen, wird lediglich die cannabis sativa Pflanze getrocknet. In diesem Zustand weist es einen THC-Gehalt von zwischen 1 und 3 Prozent auf. Für die Herstellung von Haschisch wird das Harz der Pflanze eingedickt und vermischt, wodurch der THC-Gehalt schließlich bereits zwischen 5 und 15 Prozent beträgt. Ganze 25 bis 50 Prozent THC sind sogar im Haschischöl enthalten.

Cannabis, ganz gleich in welcher Form, ist in Deutschland grundsätzlich strafbar. Dabei spielt es keine Rolle, ob man diesen nun selbst anbaut, ihn als konsumfertiges Produkt besitzt oder ihn selbst konsumiert.

Amphetamine

In der Szene gibt es inzwischen rund 200 verschiedene Designerdrogen, die eines gemeinsam haben, nämlich den Grundstoff Amphetamin beziehungsweise Methamphetamin. Amphetamine haben die Eigenschaft, den Körper aufzuputschen und seine Leistung zu steigern ohne körperlich abhängig zu machen. Allerdings hat der regelmäßige Konsum auch einen negativen Aspekt, denn Konsumenten von Amphetaminen möchten so schnell gar nicht mehr auf die stimulierende Wirkung verzichten wollen.

Ohne diese Produkte fühlen sie sich ausgepowert, müde und antriebslos, weshalb oftmals ein umso häufigerer Konsum angestrebt wird. Amphetamine können jedoch Bluthochdruck, Herzrasen und noch einige andere Wirkungen zeigen, deren Folge nicht selten ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt sein kann. Daneben kommt es durch den Konsum von Amphetamin häufig zu einer Appetitlosigkeit und infolgedessen zu einem gesundheitsbedrohlichen Gewichtsverlust.

Ecstasy

Die Geburtsstunde der Partydroge Ecstasy schlug am 24. Dezember 1912 in einem deutschen Forschungslabor in dem Ursprungsprodukt Methyl-dioxy-meth-amphetamin (MDMA), welches anfangs lediglich ein Nebenprodukt bei der Herstellung von Morphium und Kokain gewesen ist, welche damals noch als Medikament eingesetzt wurden. Lange Zeit blieb die Suchtgefahr, die von diesen Medikamenten ausging, unentdeckt und schließlich wurde es irgendwann gar nicht mehr genutzt, bis schließlich in den 1950er Jahren der US-Geheimdienst CIA Untersuchungen in Richtung „Wahrheitsserum“ startete. Unter dem Codenamen EA-1475 wurde MDMA allerdings offiziell wieder zu den Akten gelegt. Seit 1986 ist Ecstasy bereits in Deutschland verboten. Dennoch ist es vor allem auf Rave-Partys überaus beliebt.

Eine Hauptform, wie Ecstasy vertrieben wird, gibt es eigentlich nicht. Denn es wird sowohl als Tablette und Kapsel wie auch als Pulver und flüssige Lösung angeboten. Nach dem Konsum von Ecstasy zeigt sich bereits nach etwa 20 bis 60 Minuten für etwa eine Stunde seine Wirkung in Form von leichtem Prickeln im gesamten Körper. Des Weiteren sind die Gliedmaßen leicht verkrampft, der Mund wirkt wie ausgetrocknet, die Pupillen sind erweitert, das Herz schlägt deutlich schneller und es zeigt sich eine leichte Übelkeit. Die wohl wesentlichste Wirkung ist jedoch, dass man alles um sich herum deutlich intensiver erlebt. Konsumenten von Ecstasy zeigen sich häufig viel entspannter, fühlen sich klarer im Kopf und haben das Bedürfnis, Kontakt zu anderen Menschen aufbauen und sich mitteilen zu müssen. Eben diese Wirkung war es schließlich auch, weshalb MDMA von der CIA untersucht wurde, da die Konsumenten deutlich redseliger waren.

Doch Ecstasy hat auch einige Nebenwirkungen. Hierzu zählen in seltenen Fällen etwa Halluzinationen, aber auch ein Ansteigen der Körpertemperatur ist durchaus eine sehr bekannte und vor allem lebensbedrohliche Nebenwirkung. Nach und nach führt der Konsum zu einer Muskelsteifheit und zu einem Muskelzerfall sowie zu Nierenversagen bis hin zum Herzversagen und zum Tod. Weitere Nebenwirkungen sind zum Beispiel

- Pupillenerweiterung
- unwillkürliches Zähneknirschen
- Schweißausbrüche
- Kälte- und Hitzewallungen
- Desorientierung
- Druckgefühl in der Brust


LSD

LSD ist ein im Jahr 1938 entdecktes Halluzinogen, das in seiner Wirkung bis heute unübertroffen ist. Vor allem bei den Hippies war LSD sehr gefragt, da es schon in kleinen Mengen hochwirksam war und seine Wirkung in der Regel etwa acht bis zwölf Stunden angehalten hatte, bei einer Überdosierung sogar bis zu 48 Stunden. Durch LSD können beispielsweise Farben und Geräusche vollkommen anders erscheinen, was mitunter zu Panikattacken führen kann. Es gab aber auch schon Fälle, in denen der Konsument nach dem Konsum von LSD Psychosen oder Alpträume durch längst vergangene und inzwischen verdrängte negative Erfahrungen bekam. So hochwirksam LSD auch war, eine körperliche Abhängigkeit konnte dieser Droge nie nachgewiesen werden.


Kokain

Kokain ist in seiner Wirkung grundlegend ähnlich der des Amphetamin. Allerdings wird das Selbstbewusstsein des Konsumenten enorm gestärkt. Kokain ist ein kristallines Pulver, welches durch die Nase geschnieft wird. Dadurch treten über kurz oder lang Verätzungen an Nasenbein, Schleimhäuten und der Nasenscheidewand auf.

Sobald Kokain konsumiert wird, steigen Puls und Atmung und man hat plötzlich das Gefühl, man sei ein intelligenter Hercules. Hemmungen fallen, Probleme gibt es plötzlich keine mehr und die Libido steigt. Doch hält eben diese Wirkung nicht allzu lange an, denn schon bald folgen Erschöpfung und Depressionen. Bei regelmäßigem Konsum können sich aber auch Wahnvorstellungen, Psychosen und Schädigungen an Herz und Lunge zeigen. Eine seelische Abhängigkeit von Kokain ist klar nachgewiesen.

Welche legalen Drogen gibt es?

Dank einer Gesetzeslücke sind sogenannte Legal Highs in Deutschland nicht verboten. Da es sich hierbei um keine Arzneimittel handelt, können sie infolgedessen auch nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Legal Highs sind hierzulande also frei verkäuflich. Unter die legalen Drogen fallen beispielsweise:

- Kräutermischungen, wie „Couch Trip“, „Black Diamonds“ oder „Smoking Joe“
- Liquid Highs, wie etwa Yama Aroma Drops in verschiedenen Geschmacksrichtungen
- Badesalze, wie „No Limit“, Charge“ oder „Speed Limit“
- Partypillen, wie “Midnight Mash”, “Party Night” oder “Only 1 Pill”
- Kratom, wie “Borneo White” oder “Mindanao Green”
- Poppers, wie “TNT Aroma”, Nitro Supra” oder “Blackout”


Kräutermischungen

Kräutermischungen beinhalten, wie schon der Name sagt, als Hauptbestandteil getrocknete Kräuter unterschiedlicher Art. In Verbindung mit synthetisch hergestellten Cannabinoiden wird ein Rauschzustand verursacht, der sich ähnlich anfühlt wie der nach einem Konsum von echtem THC. Allerdings ist das synthetische Cannabinoid legal und kann zudem auch nicht nachgewiesen werden.

Ein sehr begehrtes Produkt ist etwa „Couch Trip“. Hierbei handelt es sich um eine sehr angenehm riechende Mischung, die schon bei einer geringen Dosierung eine starke Wirkung zeigt. Mit Couch Trip hat man für die nächsten etwa 40 Minuten das Gefühl, man würde durch die Luft schweben. Aber auch „Smoking Joe“ ist ein sehr beliebtes Produkt, das sich vor allem an sehr geübte und erfahrene RM Raucher richtet. Lange Zeit hatte diese Kräutermischung ein Nischendasein gefristet, doch inzwischen hat es sich zu einem sehr angesagten Newcomer entwickelt. Vollwürzig im Geschmack geht es direkt in den Kopf.

Badesalz

Badesalz ist für gewöhnlich ein körniger Badezusatz. Doch inzwischen gibt es auch legale Drogen, die unter dem Begriff „Badesalz“ laufen. Diese können vielfältig konsumiert werden, wie beispielsweise durch Schniefen mit der Nase oder auch durch Rauchen in einem Joint. Die darin enthaltenen Wirkstoffe sorgen schließlich für einen Rausch, entfalten ein Hochgefühl und den exklusiven Kick – für rund eine Stunde.

Eine sehr ausgeprägte Wirkung zeigt beispielsweise „No Limit“, bei dem es sich um ein sehr intensives und starkes Partypulver handelt. Erfahrene Legal High Konsumenten bezeichnen es unter anderem als legale Kokain Alternative. Ein weiteres, sehr gefragtes Badesalz ist „Charge 2014“, ein synthetisch hergestellter Amphetamin-Ersatz. Wenn andere längst ausgepowert sind, sorgt Charge 2014 für eine Extraportion Partypower.

Weiterführende Informationen zum Thema Legal Highs auf Europas größtem Themenportal: http://www.Legale-Mischung.com
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