Königin Silvia von Würzburg begeistert

Königlicher Besuch in der Würzburger Residenz: In Begleitung von Oberbürgermeister Christian Schuchardt und seiner Ehefrau Åsa Petersson sowie dem Chef der Würzburger Schloss- und Gartenverwaltung Gerhard Weiler schritt Königin Silvia durch das weltbekannte Treppenhaus.
Schaulustigen war nur ein kurzer Blick auf die schwedische Königin vergönnt

Würzburg (rm). Weißblauer Himmel über der Würzburger Residenz und eine echte Königin zu Besuch – was will man mehr? Weit über 1000 Besucher aus nah und fern waren am Mittwochnachmittag nach Würzburg gekommen, um eine Blick auf beliebte schwedische Königin zu erhaschen. Mehr als ein ganz kurzer Blick war es dann aber auch nicht! Denn auf Grund einer veränderten Sicherheitslage entschieden Personenschützer und Polizei kurzfristig die Königin direkt vor dem Portal zur Residenz aussteigen zu lassen und nicht wie ursprünglich geplant, über den roten Teppich flanieren zu lassen. Stattdessen säumten lange und enttäusch-te Gesichter unzähliger Kindergartenkinder, die Königin Silvia mit blau-gelben Schweden-Fähnchen begrüßen wollten, den Weg. Das Bad in der Menge ist also im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Als kleine Entschädigung winkte die schwedische Monarchin dann der wartenden Menge allerdings noch vom Balkon der Residenz zu. Anschließend trug sich Silvia von Schweden, die anlässlich der Fachtagung „Childhood im Dialog“ zum Thema „Ein sicherer Ort für Flüchtlingskinder – Hilfe und Zukunft“ in Würzburg weilte, in das Goldene Buch der Stadt Würzburg und in das Gästebuch der Residenz ein. Im Beisein seiner Amtskollegen Dr. Adolf Bauer und Marion Schäfer-Blake ehrte Oberbürgermeister die gebürtige Heidelbergerin mit dem „Tanzenden Schäfer“. Danach informierten die Verantwortlichen der World Childhood Foundation, die sich um vernachlässigte und misshandelte Kinder kümmert, und die 1999 von Königin Silvia ins Leben gerufen wurde, über die Ergebnisse der Fachtagung. In ihrem Grußwort betonte die Königin: „ Der heutige Tag ist ein guter Anfang, um jungen Flüchtlingen einen sicheren Orte zu bieten und sie vor Missbrauch zu schützen!“ Vor dem Hintergrund, dass in Bayern über 10.000 Ausbildungsplätze unbesetzt sind, betonte Hubert Schöffmann von der Bayerischen Industrie- und Handelskammer „Wir müssen Flüchtlinge als Chance sehen und nicht als Bedrohung.“ Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung war in diesem Zusammenhang die Unterzeichnung der von der Childhood Foundation initiierte Ausbildungscharta, die als erstes von der Region Mainfranken GmbH und 12 weiteren mainfränkischen Unternehmen unterzeichnet wurde. Die Unterzeichner verpflichten sich, den jungen Flüchtlingen Ausbildungs- und Praktikaplätze anzubieten und eine Willkommenskultur zu pflegen. Abgerundet wurde der royale Besuch, der protokollarisch kein Staatsbesuch war, durch einen Empfang im Hofgarten der Residenz und einem Defilee im Kaisersaal, bei dem die 71-jährige Königin persönlich jeden Gast zur Benefizgala begrüßte.

Text und Bilder: Rudi Merkl
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