Ein neuer Seliger für die Diözese

Festliche Seligsprechungsfeier für Pater Engelmar Unzeitig im Würzburger Kiliansdom
Würzburg (rm). Rund 1800 Menschen strömten am vergangenen Wochenende in den Würzburger Kiliansdom, wo bei einem festlichen Gottesdienst der Marianhiller Pater Engelmar Unzeitig seliggesprochen wurde. Unter den Gästen befanden sich der tschechische Kulturminister Daniel Herman und Dr. Milan Čoupek, Generalkonsul der Tschechischen Republik in München, und eine größere Delegation, die gleich mit drei Bussen aus Tschechien angereist war. Nach einer kurzen Einführung in das Leben Engelmar Unzeitigs durch Provinzial Pater Michael Maß, verlas der Päpstliche Delegat Angelo Kardinal Amato, Präfekt der Kongregati-on für Selig- und Heiligsprechungsprozesse in Rom, das Dekret von Papst Franziskus: „Wir gewähren aufgrund unserer Apostolischen Autorität, dass der verehrungswürdige Diener Gottes Engelmar Unzeitig, Märtyrer, Ordenspriester der Kongregation der Missionare von Marianhill, ein unbeugsamer Hirte und heroischer Zeuge der Nächstenliebe selbst unter den Banden der Gefangenschaft, künftig als Seliger bezeichnet wird! Da Unzeitig in seinen Predigten und im Religionsunterricht gegen die Verfolgung der Juden durch die Nationalsozialisten pro-testierte, wurde er 1941 von der Gestapo verhaftet und nach Dachau verbracht. Dort spendete der von seinen Mithäftlingen als „Engel von Dachau“ Bezeichnete vielen Todkranken die Sakramente, rettete Mitgefangene vor dem Hungertod und pflegte bis zu seinem eigenen Tod am 2. März 1945 Flecktyphus-Kranke. Würzburgs Bischof Dr. Friedhelm Hofmann betonte, dass durch die Seligsprechung Gottes Gegenwart in unser Leben ausstrahle und greifbar werde.

Text und Bilder: Rudi Merkl
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