Die Rückkehr der Kreuzbergwallfahrer

Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake begrüßt die Kreuzbergwallfahrer in der Semmelstraße.
Seit 1647 gibt es im Bistum Würzburg die Wallfahrt zum Kreuzberg in der Rhön, dem „Heiligen Berg der Franken“. Waren es am Ende des dreißigjährigen Krieges vor allem die schützende Gemeinschaft und der gegenseitige Beistand, so sind es heute oft sehr persönliche Motive wie Dankbarkeit und Trost in schwierigen Lebenssituationen, aber auch einfach nur die Möglichkeit, die eigenen Gedanken zu ordnen und mit Gleichgesinnten zu sprechen, die die Menschen zur 173 Kilometer langen Wallfahrt bewegen. Ein besonderes Gefühl ist es für die Wallfahrer, von denen die jüngsten noch nicht einmal zehn, die ältesten über 80 Jahre alt sind, wenn sie am Nachmittag des fünften Tages mit dem Gefühl „es geschafft zu haben“ in die Würzburger Semmelstraße einbiegen. Denn traditionell werden die Wallfahrer dort – wie am letzten Sonntag - von wartenden Freunden, Bekannten und Angehörigen festlich empfangen und teilweise auf den letzten Schritten zum Neumünster begleitet, wo die Pilgerreise mit einem Te Deum und einem Segen ihren feierlichen Abschluss findet. Danach steht dann für die meisten noch der Besuch der Zwiebelkirchweih auf dem Programm.

Text und Bilder: Rudi Merkl
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