Brückenbauer zwischen alter und neuer Heimat

Bei der Gedenkveranstaltung im Würzburger Rathaus (v.l.): Dr. Bernd Fabritius (MdB, Präsident Bundesverband der Vertriebenen), Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Dr. Josef Schuster (Präsident des Zentralrats der Juden).
Würzburg (rm). „Die Flüchtlinge, die Vertriebenen und die Aussiedler, die ab 1945 in das Gebiet der heutigen Bundesrepublik gekommen sind, waren ein großer Gewinn für unser Land“, betonte Oberbürgermeister Christian Schuchardt beim Empfang für den Bund der Vertriebenen. Sie haben nicht nur einen großen Anteil am Wiederaufbau der Stadt und am Aufschwung des gesamten öffentlichen Lebens, sie haben auch Würzburg kulturell sehr bereichert, in dem sie ihr heimatliches Brauchtum weiter gepflegt haben. „Die Landsmannschaften sind Brückenbauer zwischen alter und neuer Heimat“, brachte es der Oberbürgermeister auf dem Punkt. „Wenn heute wieder Flüchtlinge in unser Land kommen, dann verpflichtet uns unser Wohlstand, ihnen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Dem stimmte auch der Gastredner Dr. Bernd Fabritius, MdB und Präsident des Bundesverbandes der Vertriebenen zu und nannte den Flüchtlingsschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Auch dürfe Antisemitismus jeder Coleur nie wieder Fluchtbewegungen auslösen, betonte Fabritius vor dem Hintergrund, dass Franzosen und Dänen jüdischer Religionszugehörigkeit nach den jüngsten Anschlägen auf das französische Satiremagazin nach Israel geflohen seien.

Text und Bilder: Rudi Merkl
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